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Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Pentoxyverin

Handelsnamen: Sedotussin®, Silomat®
Synonyme: Pentoxyverinum, Carbetapentan
Englisch: pentoxyverine

1 Definition

Pentoxyverin ist ein Arzneistoff aus der Wirkstoffgruppe der Antitussiva. Hauptindikation ist die kurzfristige symptomatische Therapie von Reizhusten. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern dieser Wirkstoffgruppe besitzt Pentoxyverin eine relativ geringe atemdepressive Wirkung.

2 Chemie

Das Antitussivum hat die Summenformel C20H31NO3, die IUPAC-Bezeichnung lautet 2-(2-Diethylaminoethoxy)ethyl 1-phenylcyclopentan-1-carboxylat. Es handelt sich um ein aromatisches Phenylcyclopentan-Derivat mit einer molaren Masse von 333,47 g/mol.

3 Wirkungsmechanismus

Ähnlich den Opioid-Antitussiva wirkt Pentoxyverin agonistisch am Sigma-1-Rezeptor des Hustenzentrums im Gehirn. Weiterer Angriffspunkt sind die muscarinischen M1-Rezeptoren, wobei der Wirkstoff hier als Antagonist fungiert. Folge dieser Interaktionen ist eine Hemmung der Husten-auslösenden Nervenbahnen. Darüberhinaus wirkt Pentoxyverin anticholinerg, leicht lokalanästhetisch und bronchodilatierend.

4 Indikationen

Einziges Anwendungsgebiet ist die kurzzeitige Behandlung von Reizhusten.

5 Darreichungsform

Pentoxyverin wird in Form von Zäpfchen, Saft oder Tropfen verabreicht.

6 Nebenwirkungen

Sehr selten kann es bei Kleinkindern zu Krampfanfällen und Atemdepressionen kommen. Die Teilnahme am Straßenverkehr kann beeinträchtigt sein.

7 Wechselwirkung

Die gleichzeitige Anwendung von Sedativa oder einigen Analgetika können zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung führen.

8 Kontraindikationen

Diese Seite wurde zuletzt am 15. Januar 2015 um 14:28 Uhr bearbeitet.

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