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Morbus haemorrhagicus neonatorum

1 Definition

Unter Morbus haemorrhagicus neonatorum versteht man die erhöhte Blutungsneigung des Neugeborenen aufgrund eines Mangels an Vitamin K.

2 Ätiopathogenese

Eine Mangelernähung werden der Schwangerschaft sowie eine antikonvulsive Therapie mit Hydantoin oder Primidon können zu einem Mangel an Vitamin K führen. Begünstigend wirken ebenfalls eine Antibiotikabehandlung und eine längere parenterale Ernährung des Neugeborenen.

Durch den Mangel an Vitamin K ist die Synthese der Vitamin K abhängigen Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X gestört.

3 Klinik

Die Frühform des Morbus haemorrhagicus neonatorum, die am dritten bis zum siebten Lebenstag auftritt, imponiert durch ein Kephalhämatom, intrakranielle Blutungen, Hautblutungen und gastrointestinale Blutungen.

Die Spätform beruht auf einer geringen Vitamin K Konzentration in der Muttermilch und führt in den ersten drei Lebensmonaten zu intrakraniellen Blutungen.

4 Diagnostik

Die Prothrombinzeit (Quick) ist verlängert. Blutungszeit und aktivierte partielle Thromboplastinzeit (PTT) sind normal.

5 Therapie

Die Therapie besteht in der intravenösen Gabe von 1-2mg Vitamin K. In schweren Fällen wird eine Bluttransfusion verabreicht.

6 Prophylaxe

Um dem Morbus haemorrhagicus neonatorum vorzubeugen, werden direkt nach der Geburt, zwischen dem 3. und 10. Lebenstag sowie am 28. Lebenstag jeweils 2mg Vitamin K verabreicht.

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