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Mikrosomales Triglycerid-Transferprotein

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1 Definition

Das mikrosomale Triglycerid-Transferprotein, kurz MTP, ist ein Proteinkomplex, der aus einer großen Untereinheit (MTTP) und einer Proteindisulfid-Isomerase (PDI) besteht. Es ist für den Transport und anschließenden Einbau verschiedender Lipide in Plasmalipoproteine verantwortlich, die mit Apolipoprotein B (Apo B) assoziiert sind. Dazu zählen u.a. Chylomikronen, VLDL, LDL und IDL.

2 Biochemie

MTP ist ein Heterodimer, das im endoplasmatischen Retikulum (ER) lokalisiert ist. Die MTTP-Untereinheit besteht aus 894 Aminosäuren und wiegt rund 97 kDa, die PDI-Untereinheit aus 491 Aminosäuren und wiegt 58 kDa. Die Expression von MTP in Darmzellen wird durch Cholesterin gesteigert, durch Insulin vermindert. Ferner scheinen die Hormone Leptin und Melanocortin einen Enfluss auf die MTP-Expression zu besitzen.

3 Genetik

Das Gen für MTTP wird auf Chromosom 4 an Genlokus 4q23 kodiert. Mutationen von MTTP führen zu einer Dysfunktion des mikrosomalen Triglycerid-Transferproteins und zum Krankheitsbild der Abetalipoproteinämie.

4 Pharmakologie

MTP kann durch den Arzneistoff Lomitapid gehemmt werden. Diese Wirkung macht man sich bei der Behandlung der homozygoten familiären Hypercholesterinämie (HoFH) zu Nutze. Durch die selektive Hemmung des MTP kommt es zu einer verminderten Bildung von Chylomikronen im Darm sowie VLDL in der Leber. Konsekutiv sinkt das LDL-Cholesterin im Blut.

Fachgebiete: Biochemie

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