Mammaimplantat
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Das Mammaimplantat oder Brustimplantat ist ein meist gefülltes der weiblichen Brust nachempfundener plastisch-chirurgischer Ersatz bzw. Zusatz zur natürlichen Brust. Seltener ist damit der Ersatz oder Aufbau der männlichen Mulculus pectorales major oder dem et minor gemeint.
Es gibt verschiedene Arten von Brustimplantaten: Die wichtigsten sind silikongefüllte und kochsalzgefüllte Implantate. Silikonimplantate sind in den USA von der FDA zugelassen und werden wegen ihres natürlicheren Tastgefühls bevorzugt. Es gibt sie als runde oder anatomisch geformte (tropfenförmige) Varianten, mit glatter oder texturierter Oberfläche. Texturierte Implantate werden wegen des Risikos eines Brustimplantat-assoziierten anaplastisch-großzelligen Lymphoms (BIA-ALCL) kaum noch verwendet.[1][2][3]
Gründe für die Implantation sind kosmetische Brustvergrößerung, rekonstruktive Eingriffe nach Mastektomie, Korrektur angeborener Brustfehlbildungen und geschlechtsangleichende Operationen.[2]
Mögliche Komplikationen umfassen Kapselfibrose, Ruptur, Infektion, Serom, Hämatom, Dislokation, sichtbare Faltenbildung (Rippling), Schmerzen, Sensibilitätsstörungen, BIA-ALCL und das sogenannte Breast Implant Illness (BII) mit unspezifischen systemischen Symptomen.[1][2][4][5]
Die Haltbarkeit von Brustimplantaten ist begrenzt; im Mittel werden sie nach 7–10 Jahren explantiert oder ausgetauscht, oft wegen Komplikationen wie Ruptur oder Kapselfibrose. Es gibt keine generelle Empfehlung zum routinemäßigen Austausch ohne Komplikationen. Die FDA empfiehlt für Silikonimplantate ein bildgebendes Screening auf Ruptur nach 5–6 Jahren und dann alle 2–3 Jahre.[1][2]
Operationstechniken umfassen die Platzierung über (präpektoral/subglandulär) oder unter dem Musculus pectoralis major (submuskulär), mit verschiedenen Zugangswegen: inframammär, periareolär, transaxillär oder selten transumbilikal. Die Wahl hängt von Indikation, Anatomie und Patientenpräferenz ab.[2][6]
Die Verbreitung von Brustimplantaten liegt in europäischen Ländern wie Italien bei etwa 4 % der Frauen im Alter von 20–70 Jahren. In den USA ist die Brustaugmentation der häufigste kosmetische Eingriff mit über 300.000 Operationen pro Jahr.[2][7]
Quellen:
1. ACR Appropriateness Criteria® Breast Implant Evaluation: 2023 Update. Chetlen A, Niell BL, Brown A, et al. Journal of the American College of Radiology : JACR. 2023;20(11S):S329-S350. doi:10.1016/j.jacr.2023.08.019.
2. Breast Implants: Common Questions and Answers. Schrager S, Lyon SM, Poore SO. American Family Physician. 2021;104(5):500-508.
3. Comparing International Revision Incidence of Commonly Used Breast Implants. Vrolijk JJ, Becherer BE, Garduce P, et al. JAMA Surgery. 2025;160(4):415-422. doi:10.1001/jamasurg.2024.6933.
4. MRI for Evaluation of Complications of Breast Augmentation. Noreña-Rengifo BD, Sanín-Ramírez MP, Adrada BE, et al. Radiographics : A Review Publication of the Radiological Society of North America, Inc. 2022 Jul-Aug;42(4):929-946. doi:10.1148/rg.210096.
5. Prevalence of Local Postoperative Complications and Breast Implant Illness in Women With Breast Implants. Lieffering AS, Hommes JE, Ramerman L, et al. JAMA Network Open. 2022;5(10):e2236519. doi:10.1001/jamanetworkopen.2022.36519.
6. Infection in Breast Implants. Pittet B, Montandon D, Pittet D. The Lancet. Infectious Diseases. 2005;5(2):94-106. doi:10.1016/S1473-3099(05)01281-8.
7. Determining Breast Implant Prevalence: A Population Study of Italian Chest Radiographs. Santanelli di Pompeo F, Firmani G, Paolini G, et al. Aesthetic Plastic Surgery. 2023;47(3):957-965. doi:10.1007/s00266-023-03290-6.