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Leukopoese

Synonym: Leukozytopoese
Englisch: leukopoiesis

1 Definition

Als Leukopoese bezeichnet man die Bildung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus Stammzellen im Knochenmark. Sie ist ein Teilvorgang der Hämatopoese (Blutbildung).

2 Einteilung

Die Leukopoese ist ein komplexer Prozess, eine Art "Bio-Logistik", die den kontinuierlichen und bedarfsgerechten Nachschub an Leukozyten sicherstellt. Sie lässt sich nach den entstehenden Zellarten weiter unterteilen in:

Granulozytopoese und Monozytopoese sind ein Teil der Myelopoese, d.h. sie finden ausschließlich im roten Knochenmark statt, während die Lymphopoese sich auch in den lymphatischen Organen (z.B. Lymphknoten) vollzieht.

3 Physiologie

Am Anfang der Leukopoese stehen multipotente hämatopoetische Stammzellen (MHS), die sich in alle Blutzellen differenzieren können. Unter dem Einfluss von Zytokinen (z.B. TPO) entstehen aus diesen Zellen zwei Stammzellformen:

Diese beiden Stammzellen werden durch weitere Differenzierung grob auf die Produktion bestimmter Zellarten festgelegt. Sie sind damit nicht mehr multipotent, sondern nur noch oligopotent.

3.1 Myelopoese

Aus der myeloischen Stammzelle (CMP) entstehen uni- bzw. bipotente Stammzellen, die Zellkolonien bilden und deshalb "CFU" für "colony-forming units" genannt werden.

Aus den Blasten entstehen über mehrere Zwischenstufen reife Leukozyten der jeweiligen Zelllinie. Diese Vorgänge werden unter Granulozytopoese und Monozytopoese beschrieben. Durch die Bildung dieser Stammzellkolonien ("Pools") kann der Organismus deutlich flexibler auf einen erhöhten Leukozytenbedarf reagieren, da sich unipotente Zellen schneller teilen als multipotente Zellen.

3.2 Lymphopoese

Aus der lymphoiden Stammzelle (CLP) entstehen - ebenfalls unter Zytokin-Einfluss - die determinierten lymphoiden Stammzellen (commited stem cells). Sie werden weiter unterteilt in:

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