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Epiglottis

(Weitergeleitet von Kehldeckel)

Synonym: Kehldeckel
Englisch: epiglottis

1 Definition

Die Epiglottis ist eine mit Schleimhaut überzogene Knorpelplatte, die sich ventral des Zungengrundes über dem Eingang des Larynx befindet.

2 Anatomie

Die Epiglottis wird von der Cartilago epiglottica (Kehldeckelknorpel) gebildet. Es handelt sich um eine Platte aus elastischem Knorpel, die sich nach kaudal hin zum Petiolus epiglottidis (Epiglottisstiel) verjüngt. Die darüber gezogene Schleimhaut wird im oberen Teil sensibel vom Nervus glossopharyngeus (Nervus IX), im unteren vom Nervus vagus (Nervus X) innerviert. Diese Afferenzen können den Würge- und Hustenreflex auslösen.

3 Funktion

Die Epiglottis ist in Ruhestellung nach kranial gerichtet. Beim Schluckakt wird sie durch die Bewegungen von Zungen- und Kehlkopfmuskulatur über den Larynxabgang gezogen und damit die Aspiration von Nahrungsbestandteilen verhindert.

4 Klinik

Eine Entzündung der Epiglottis wird Epiglottitis genannt. Sie wird meistens durch Bakterien (z.B. Haemophilus influenzae) hervorgerufen und kann zu einer Verlegung der Atemwege führen.

Fachgebiete: Kopf und Hals

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