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Interstitielles Verschattungsmuster

Synonyme: Interstitielle Verschattung, interstitielle Verdichtung, interstitielle Transparenzminderung

1 Definition

Als interstitielles Verschattungsmuster wird ein radiologisches Befundmuster im Röntgen- oder CT-Thorax bezeichnet, das bei Erkrankungen entsteht, die primär das Interstitium betreffen. Es wird vom azinären Verschattungsmuster abgegrenzt.

2 Radiologie

2.1 Ursachen

Erkrankungen, die primär im Lungeninterstitium entstehen, führen zu einem interstitiellen Verschattungsmuster. Ursächlich sind z.B.:

2.2 Charakteristika

Das interstitielle Verschattungsmuster ist gekennzeichnet durch:

Wenn akute entzündliche interstitielle Prozesse oder eine chronische Stauung in eine Lungenfibrose übergehen, ändert sich das Erscheinungsbild: Aus den unscharfen Verschattungen wird dann ein scharf begrenztes, überwiegend retikuläres Verschattungsmuster:

  • feinmaschig (< 2 mm): Überlagerung von zahlreichen verdickten Interlobulärsepten (interstitielle Fibrose)
  • grobretikulär (5-10 mm): fortgeschrittene Fibrose. Im Endzustand Honigwabenmuster

Bei chronischen interstitiellen Erkrankungen (z.B. Miliartuberkulose, Sarkoidose, Pneumokoniosen) treten weiterhin mikronoduläre Verschattungen (retikulonoduläres Muster) auf. Sie sind durch scharf begrenzte, noduläre Veränderungen im Lungenparenchym sowie durch sich überkreuzende Streifenschatten und orthograd getroffene, retikuläre Verdichtungen bedingt.

Diese Seite wurde zuletzt am 20. April 2021 um 18:34 Uhr bearbeitet.

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