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Interlobulärseptum

Synonym: Septum interlobulare
Englisch: interlobular septum

1 Definition

Interlobulärsepten sind polygonale Septen aus lockerem Bindegewebe im peripheren Lungengewebe, die mit einer Kantenlänge von ca. 10-25 mm einen Lobulus begrenzen. Sie selbst sind ca. 0,1 mm breit und enthalten kleine Lungenvenen und Lymphgefäße.

2 Funktion

Die Interlobulärsepten dienen als Gleit- bzw. Verschiebeschicht der einzelnen Lungenläppchen gegeneinander. Dies ist vor allem im Zusammenhang mit der atmungsbedingten Verformung des Thorax relevant, um eine relativ gleichmäßige Anspannung des elastischen Lungengewebes zu gewährleisten.

3 Radiologie

Normale Interlobulärsepten sind in der Computertomographie (CT) nur in einigen Lungenarealen (v.a. anterobasaler Unterlappen), im Röntgen-Thorax gar nicht erkennbar.

Verdickte Interlobulärsepten finden sich u.a. bei einer Lymphangiosis carcinomatosa oder einem hydrostatischen Lungenödem. Sie sind im Röntgen als horizontale, kurze, von der Pleura ausgehende lineare Verschattungen (Kerley-B-Linien) erkennbar. In der CT zeigen sich verdickte Interlobulärsepten als polygonale Strukturen, wobei die Verdickung glatt, nodulär (Beaded Septum Sign) oder irregulär geformt ist.

Diese Seite wurde zuletzt am 4. April 2021 um 13:02 Uhr bearbeitet.

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