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Habronema

von altgriechisch: habros - zart; nema - Faden

1 Definition

Als Habronema bezeichnet man Parasiten der Familie Habronematidae. Zusammen mit der Gattung Draschia sind sie Erreger der Habronematidose der Equiden.

2 Taxonomie

3 Erreger

Die adulten Stadien von Habronema spp. sind zwischen 7 und 16 mm (Männchen) bzw. 10 bis 25 mm (Weibchen) lang. Sie leben in Schleim eingehüllt auf der Magenschleimhaut.

4 Entwicklung

Die larvenhaltigen Eier werden mit dem Kot der Wirte ausgeschieden. Damit die Parasiten ihre Entwicklung fortsetzen können, müssen sie von Fliegenlarven (Musca domestica bzw. Stomoxys calcitrans) aufgenommen werden. Die aus den Fliegenlarven hervorgehenden Fliegen enthalten die infektiösen Drittlarven (L3), die dann in die Proboscis der Fliege vordringen.

Setzen sich infizierte Fliegenarten im Lippen- oder Nüsternbereich zur Nahrungsaufnahme ab, wandern die Larven aus der Proboscis aus und gelangen so in die Mundhöhle der Equiden. Anschließend werden die Parasiten abgeschluckt, sodass diese sich in der Magenwand der Wirte etablieren können.

Die Entwicklung der Parasiten über zwei Häutungsvorgänge zu adulten Würmern dauert ungefähr zwei Monate.

5 Vorkommen

Habronema-Arten sind weltweit verbreitet.

6 Epidemiologie

Die Angaben zur Prävalenz des Habronema-Befalls bei Pferden variieren deutlich: in Norddeutschland sind ca. 50 %, in den Niederlanden 4 %, in Schweden nur 1 % und in Polen etwa 20 % der Pferde betroffen.

Habronema-Arten sind in ihrer Übertragung stark an das Auftreten ausgewachsener Fliegen gebunden. Die Häufigkeit des Auftretens der Parasiten ist bei ausreichendem Kotangebot in warmen Jahreszeiten am höchsten. Dementsprechend erfolgen Infektionen der Endwirte in mitteleuropäischen Ländern vorwiegend im Sommer.

7 Klinik

Vertreter aus der Familie Habronematidae sind Ursache mehrerer Krankheitsbilder:

8 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

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