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Fraktionelle Ausscheidung

Abkürzung: FA

1 Definition

Unter der fraktionellen Ausscheidung versteht man in der Nephrologie das Verhältnis der Clearance einer im Blut gelösten Substanz (Solut) zur glomerulären Filtrationsrate (GFR).

Die fraktionelle Ausscheidung ist definitionsgemäß gleich 1 bei Substanzen, die im Tubulussystem

Die fraktionelle Ausscheidung ist eine dimensionslose Zahl. Sie kann als Dezimalzahl mit zwei Nachkommastellen oder als Prozentangabe angegeben werden.

2 Hintergrund

Im Glomerulus der Niere werden zunächst alle frei filtrierbaren Substanzen aus dem Blutplasma in den Primärharn abgepresst. Das betrifft im Normalfall alle Stoffe, die eine bestimmte Molekülgröße unterschreiten - Makromoleküle über 30.000 kDa werden hingegen nicht frei filtriert.

Entspricht die Clearance Cl = c(X)U * VU / c(X)P nicht der GFR, kann davon ausgegangen werden, dass ein Teil dieser Substanz im Tubulussystem durch Sezernierung hinzugekommen oder rückresorbiert worden ist. Wird ein Stoff tubulär rückresorbiert, so ist FA daher < 1, wird der Stoff tubulär sezerniert, ist FA > 1.

3 Literatur

  • Robert F. Schmidt (Hrsg.)/Florian Lang (Hrsg.): Physiologie des Menschen mit Pathophysiologie, Heidelberg (Springer) 2007 (30. Auflage), S. 716ff.

siehe auch: Clearance, Glomeruläre Filtrationsrate (GFR), Osmotische Clearance, Freie Wasserclearance

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