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Dacarbazin

Handelsnamen: Detimedac, Dacin
Synonyme: Decarbazinium
Englisch: Decarbazine

1 Definition

Decarbazin ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Zytostatika und wird als solches in der Therapie bestimmter Krebserkrankungen angewendet. Es gehört zu der von der WHO postulierten Liste der unentbehrlichen Arzneimittel.

2 Chemie

Die Summenformel von Decarbazin lautet:

  • C6H10N6O
  • Die Strukturformel ist:

Dacarbazin


Es handelt sich um ein Alkylans, wodurch es zur Modifikation der DNA fähig ist. Decarbazin liegt als weißes Pulver vor und weist eine hohe Fotosensibilität auf, weswegen es stets dunkel gelagert werden muss.

3 Anwendungsgebiete

4 Anwendung

Intravenöse Gabe mittels Infusion.

5 Wirkungsmechanismus

Die Alkylgruppe des Zytostatikums bindet an die DNA und bewirkt eine strukturelle Modifikation, wodurch eine weitere DNA-Synthese unterbleibt. Die DNA ist für beteiligte Enzyme – wie z. B. die DNA-Polymerase unlesbar. Diese hemmende Wirkung greift unabhängig vom Zellzyklus.

6 Pharmakologie

Als Prodrug erfolgt nach Aufnahme eine Metabolisierung in der Leber: Das Cytochrom P450 demethyliert Decarbazin zu einem zytostatisch wirksamen Methylkation und dem ebenfalls zellwachstumshemmenden 5-Aminoimidazol-4-carboxamid.

7 Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen Übelkeit und Erbrechen lassen sich durch prä- und posttherapeutischen Einsatz von 5-HT3- und Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten deutlich reduzieren.

Tags:

Fachgebiete: Arzneimittel

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Februar 2019 um 13:49 Uhr bearbeitet.

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