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Cytauxzoon felis

1 Definition

Cytauxzoon felis ist eine Parasitenart innerhalb des Stamms der Alveolata und Erreger der bei Katzen auftretenden Cytauxzoonose.

2 Taxonomie

3 Vorkommen

Cytauxzoon felis kommt vorwiegend in Nord- und Südamerika vor. Die Verbreitung ist stark an die Vektorzecken gebunden und daher saisonal verschieden. Als Vektoren gelten Amblyomma americanum, Dermacentor variabilis und vermutlich auch andere Dermacentor-Arten.

Die empfänglichen Wildfeliden (Luchs, Puma, Ozelot, Jaguar, Oncilla) stellen die klassischen Reservoirwirte dar und sind meist asymptomatisch infiziert. Chronisch infizierte Hauskatzen stellen zusätzlich eine wichtige Infektionsquelle dar, da sie die Erreger an empfängliche Zecken weitergeben und so zu einer raschen Verbreitung der Parasiten beitragen. In Europa kann Cytauxzoon felix beim Iberischen Luchs und bei Hauskatzen in Spanien, bei Eurasischen Luchsen und Europäischen Wildkatzen in Rumänen sowie bei Hauskatzen in Frankreich, Portugal, Italien und der Schweiz nachgewiesen werden.

Die in Europa als Vektoren fungierenden Zeckenarten sind bislang (2021) nicht bekannt. Es wird angenommen, dass Dermacentor spp. oder Ixodes ricinus und in Südeuropa eventuell Rhipicephalus sanguineus die Parasiten verbreiten.

4 Entwicklung

Im Körper des Vektors (Schildzecken) liegen die Parasiten in Form von Sporozoiten vor. Diese werden mit dem Speichel während der Nahrungsaufnahme an den Wirt übertragen.

Nach der Infektion bilden sie in mononukleären myeloischen Leukozyten durch asexuelle Vermehrung Meronten, aus denen wiederum Merozoiten hervorgehen. Die Merozoiten befallen Erythrozyten und gelangen so über den Stechakt wieder in die Zecke, in der dann die Gamogonie stattfindet. Die dabei gebildeten Sporokineten durchlaufen eine Sporogonie, bei der sie zu Sporozoiten werden, die wiederum das infektiöse Stadium für die Endwirte darstellen.

5 Klinik

Die Parasiten dringen während des Zeckenstichs in die Blutbahn der Katzen ein. Bei natürlichen Wirten verlaufen die Infektionen subklinisch und persistierend, während bei in Gefangenschaft gehaltenen Feliden (z.B. Löwe, Tiger) klinisch manifeste Erkrankungen beobachtet werden (Cytauxzoonose).

6 Literatur

  • Eckert J, Friedhoff KT, Zahner H, Deplazes P. 2008. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Stuttgart: Enke Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. ISBN: 978-3-8304-1072-0

7 Quellen

  • Panait LC, Mihalca AD, Modrý D, Juránková J, Ionică AM, Deak G, Gherman CM, Heddergott M, Hodžić A, Veronesi F, Reichard M, Zieman EA, Nielsen CK, Jiménez-Ruiz FA, Hrazdilová K. 2021. Three new species of Cytauxzoon in European wild felids. Vet Parasitol 290:109344. DOI: 10.1016/j.vetpar.2021.109344
  • Wikander YM, Anantatat T, Kang Q, Reif KE. 2020. Prevalence of Cytauxzoon felis Infection-Carriers in Eastern Kansas Domestic Cats. Pathogens 9(10):854. DOI:10.3390/pathogens9100854

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Juni 2021 um 16:35 Uhr bearbeitet.

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