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Cajal-Zelle (Gastrointestinaltrakt)

nach Santiago Ramón y Cajal (1852 bis 1934), spanischer Pathologe und Neurowissenschaftler
Synonym: Interstitielle Cajal-Zelle
Englisch: interstitial cells of Cajal (ICC)

1 Definition

Cajal-Zellen sind ein komplexes Zellsystem, das eine Vermittlungsfunktion zwischen den autonomen Nerven und den glatten Muskelzellen des Gastrointestinaltrakts übernimmt. Man findet sie im Auerbach-Plexus des Dickdarms und in der glatten Muskulatur der Darmwand.

Die Cajal-Zellen des Gehirns werden hier besprochen.

2 Hintergrund

Cajal-Zellen stammen nicht vom Neuroektoderm ab, sondern von den Mesenchymzellen des Darms. Sie teilen mit den glatten Muskelzellen der Längsmuskulatur eine gemeinsame Progenitorzelle[1]. Innerhalb der Tunica muscularis bilden sie ein dreidimensionales Netzwerk und stehen dabei mit den glatten Muskelzellen über Gap Junctions in Verbindung. Diese Zellsysteme heißen SIP-Synzytien. Ihre Aufgabe ist allem Anschein nach eine Schrittmacherfunktion. Sie triggern lokale Kontraktionen der Darmwandmuskulatur und kontrollieren die durch das vegetative Nervensystem gesteuerte Darmaktivität. Aufgrund dieser Wirkungen spielen sie eine wichtige Rolle bei der Regulation der Darmmotilität und der Peristaltik.

Cajal-Zellen exprimieren das KIT Protoonkogen und sind wahrscheinlich die Ausgangszellen für die Entstehung von GISTs.

3 Quellen

  1. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/9438424/

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