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Caecum (Hund)

von lateinisch: caecus - blind
Synonyme: Blinddarm, Cecum
Englisch: cecum

1 Definition

Das Caecum bzw. der Blinddarm beim Hund ist der blind endende Abschnitt des Dickdarms.

2 Anatomie

Das Caecum ist durch die Plica ileocaecalis mit dem Ileum verbunden und zeigt große tierartliche Unterschiede. Ein Wurmfortsatz (Appendix vermiformis), wie man ihm beim Menschen kennt, ist bei den meisten Haussäugetieren nicht ausgebildet.

Beim Hund weist das Caecum eine korkenzieherartig gewundene Form auf und liegt in etwa auf Höhe des 2. bis 4. Lendenwirbels. Er befindet sich ventral der rechten Niere, wobei der Blinddarmkörper (Corpus caeci) in Richtung des Beckens gerichtet ist. Die Spitze (Apex caeci) ist sehr variabel und kann quasi in jede Richtung des Bauchraums zeigen. Über das Ostium caecocolicum ist das Blinddarmlumen mit dem Colon verbunden, wobei diese Öffnung unmittelbar kaudal des Ostium ileale liegt. Das Ileum mündet somit nur in das Colon, und nicht an der Blinddarm-Grimmdarmgrenze.

Im Gegensatz zu den anderen Haussäugern bildet das Ileum und das Colon ascendens einen nahezu geraden Darmabschnitt, in den von rechts das Caecum einmündet.

2.1 Gefäßversorgung

2.1.1 Arterie

Die arterielle Versorgung übernimmt die Arteria caecalis, die aus der Arteria ileocolica stammt, einem direkten Ast der Arteria mesenterica cranialis.

2.1.2 Vene

Der venöse Abfluss erfolgt über die gleichnamige Vena caecalis.

2.1.3 Lymphe

Die Lymphgefäße des Caecums geben ihre Lymphe an die Lymphknoten folgender Lymphzentren ab:

2.2 Innervation

Ähnlich der restlichen Darmabschnitte, wird auch das Caecum über das vegetative Nervensystem versorgt.

2.2.1 Sympathikus

Folgende Plexus sind für die sympathische Innervation verantwortlich:

2.2.2 Parasympathikus

Der parasymphatische Reiz für das Caecum stammt aus dem Bauchteil des Nervus vagus.

3 Physiologie

Im Gegensatz zum Blinddarm des Pferdes hat der Blinddarm des Hundes keine Verdauungsfunktion.

4 Literatur

  • Salomon, Franz-Viktor, Hans Geyer, and Uwe Gille, eds. Anatomie für die Tiermedizin. Enke, 2008.

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