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Typ-B-Gastritis

(Weitergeleitet von Antrumgastritis)

1 Definition

Die Typ-B-Gastritis ist eine durch Bakterien ausgelöste Form der chronischen Gastritis. Meist handelt es sich dabei um Helicobacter pylori.

2 Hintergrund

Die Typ-B-Gastritis ist die häufigste Form der chronischen Gastritis. Sie macht knapp 85% der Fälle aus. Die Erkrankung ist zu 40% im Antrum, zu 50% in Antrum und Korpus und zu 10% nur im Korpus lokalisiert. Aufgrund dieses Verteilungsmusters nennt man sie auch "Antrumgastritis".

Helicobacter pylori verursacht chronische Magenulzera und gilt als ein kausaler Faktor von Magenkrebs. Der Nachweis des Erregers erfolgt durch den 13C-Atemtest. Zu seiner Eradikation wird eine Triple-Therapie aus zwei Antibiotika und einem Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol) eingesetzt.

3 Pathophysiologie

Helicobacter pylori ist in der Lage die Mucosa über verschiedene Adhäsine zu besiedeln. Zusätzlich neutralisiert es die Magensäure in seinem Umfeld, in dem es mittels Urease Harnstoff zu Ammoniak hydrolysiert. Bakterielle Virulenzfaktoren (verschiedene Proteine, Toxine) gelangen in das Foveolarepithel, entfalten dort eine zytopathogene Wirkung und lösen zusätzlich akut-entzündliche oder chronische Immunreaktionen aus.

In Folge der Entzündung kann es zum Anstieg der Magensäureproduktion kommen, der durch den Angriff der Magenschleimhaut zu Ulzerationen führen kann. Eine überhöhte Magensäureproduktion ist allerdings nicht notwendigerweise bei jeder Typ-B Gastritis zu finden.

4 Komplikationen und Folgen

5 Quellen

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