Bismut
Chemisches Kürzel: Bi
Synonyme: Wismut, Wismuth
Definition
Bismut, auch Wismut genannt, ist ein chemisches Element aus der V. Hauptgruppe des Periodensystems und hat die Ordnungszahl 83.
Eigenschaften
Die Atommasse von Bismut beträgt 208,9804 u. Es gehört zur Stickstoff-Phosphor-Gruppe. Bismut ist ein rötlich glänzendes, sprödes, in rhomboedrischem Gitter kristallisierendes Metall. Obwohl Bismut zu den Schwermetallen gehört, wird es kaum resorbiert und besitzt eine geringe systemische Bioverfügbarkeit.
Pharmakologie
Bismut hat eine adstringierende und antiseptische Wirkung. Es findet unter anderem Anwendung in Form von:
Bismutsubcitrat
Bismutsubcitrat ist Bestandteil der Bismut-Quadrupeltherapie zur Eradikation von Helicobacter pylori. Es wird in Kombination mit Tetracyclin und Metronidazol eingesetzt.
Bismutsubgallat
Aufgrund seiner adstringierenden Eigenschaften findet Bismutsubgallat bei Hämorrhoidenleiden Anwendung, spielt jedoch in Deutschland eine untergeordnete Rolle. Ferner existiert ein Medizinprodukt (Stand 2026) zur Wiederherstellung des natürlichen pH-Werts bei Vulvovaginitis.
Bismutsubsalicylat
Bismutsubsalicylat wird als Antazidum und Antidiarrhoikum zur Behandlung verschiedener abdomineller Beschwerden eingesetzt. In Deutschland existiert zurzeit (Stand 2026) kein Fertigarzneimittel.
Bismuttribromphenat
Bismuttribromphenat ist eine chemische Verbindung aus Bismut, Phenol und Brom. Sie wird zur Imprägnierung von Wundauflagen verwendet.
Labormedizin
Bismutoxidnitrat (Bismudsubnitrat) ist Bestandteil der Dragendorff-Reagenz, die in der Dünnschichtchromatografie Anwendung findet. Sie zeigt charakteristische Färbungen mit Alkaloiden und tertiären Aminen.