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Ösophagektomie

Synonym: Ösophagusresektion
Englisch: esophagectomy, oesophagectomy, esophagus resection, esophageal resection

1 Definition

Als Ösophagektomie bezeichnet man die operative Entfernung des Ösophagus. Sie kann als totale Ösophagektomie erfolgen, oder subtotal unter Belassen eines Ösophagusstumpfes. Bei einer Teilentfernung spricht man auch von einer Ösophagusresektion.

2 Indikationen

3 Verfahren

Das Standardverfahren nach Ivor Le­wis wird in kurativer In­tenti­on durchgeführt. Dabei erfolgt die Präparation des Magens von abdominal mit einer meist rechtsthoraka­len Lymph­knoten­dissekti­on, einer En-bloc-Ö­sophagektomie mit Entfernung von paraö­sophagea­lem Lymph- und Fettgewebe, sowie der Pleura mediastinalis und Vena azygos (abdomino-rechtsthorakaler Zweihöhleneingriff).

Je nach Zugang, Kontinuitätserhalt oder möglicher Lymphadenektomie können darüber hinaus verschiedene Versionen der Ösophagektomie durchgeführt werden.

3.1 Zugang

3.2 Kontinuität

  • Mit Wiederherstellung der Kontinuität: Nach Resektion des Ösophagus erfolgt zur Kontinuitätswiederherstellung standardmäßig ein Magenhochzug (Schlauchmagen). Als Ersatzorgan der 2. Wahl gilt das Koloninterponat (Colon transversum oder ascendens). Als Ausnahme, die selten zum Kontinuitätserhalt angewendet werden kann, dient das Dünndarminterponat. Denn nur wenigen Fällen reicht die Länge des Gefäßstiels aus, um einen mikrovaskulären Gefäßanschluss an die Halsgefäße zu ermöglichen.
  • Ohne Wiederherstellung der Kontinuität: Bei Un­mög­lich­keit der Anastomose erfolgt le­dig­lich die Resekti­on des Ö­sophagus und die anschließende Aus­lei­tung des proximalen Ö­sophagus als Schleim­fistel am Hals. Am Magen erfolgt ein Blind­verschluss und die Einlage ei­ner Ernährungs­sonde (PEG oder PEJ).

3.3 Lymphadenektomie

  • Ohne Lymphadenektomie
  • Mit Lymphadenektomie: Die Lymphadenektomie erfolgt in der Regel als Zwei- (mediastinal und abdominal) oder gegebenenfalls als Drei-Feld Lymphadenektomie (zusätzlich zervikal bei proximalen Tumoren).

4 Komplikationen

5 Prognose

Die perioperative Mortalität beträgt in spezia­li­sier­ten Zentren < 5 %.

Diese Seite wurde zuletzt am 27. November 2020 um 13:22 Uhr bearbeitet.

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