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Recurrensparese

(Weitergeleitet von Rekurrensparese)

Synonyme: Rekurrensparese, Stimmbandlähmung, Stimmbandparese

1 Definition

Die Recurrensparese ist eine durch den Ausfall des Nervus laryngeus recurrens bedingte Lähmung (Parese) der inneren Kehlkopfmuskulatur.

2 Ätiologie

Eine Recurrensparese kann unter anderem bedingt sein durch:

3 Symptomatik

Bei der klinischen Symptomatik muss prinzipiell zwischen einer einseitigen und einer doppelseitigen Parese unterschieden werden.

3.1 Einseitige Recurrensparese

Durch die Lähmung aller inneren Kehlkopfmuskeln einer Seite bleibt die betroffene Stimmlippe in der sogenannten Paramedianstellung. Daraus resultiert eine (manchmal diskret ausgeprägte) Heiserkeit. Betroffene verlieren die Fähigkeit zu Singen.

3.2 Beidseitige Recurrensparese

Bei einer beidseitigen Rekurrensparese verharren beide Stimmbänder in Medianstellung. Daraus resultieren:

4 Diagnostik

5 Therapie

Bei einer einseitigen Lähmung ist in der Regel eine Stimmübungstherapie erfolgversprechend. Insbesondere bei inkompletten Schädigungen kann durch eine Elektrotherapie die Nervenfunktion wiederhergestellt werden.

Bei einer bestehenden Kadaverstellung ist eine phonochirurgische Stellungskorrektur der gelähmten Stimmlippe (Thyreoplastik) indiziert, bei der das Stimmband gestrafft und näher an die Medianstellung gebracht wird.

Bei der doppelseitigen Rekurrensparese ist meistens aufgrund der ausgeprägten Atemnot eine Tracheotomie durchzuführen. Zum Sprechen kann eine Sprechkanüle eingelegt werden. Besteht die Schädigung länger als 1 Jahr, so ist mit einer Wiederherstellung der Funktion nicht mehr zu rechnen. In solchen Fällen ist, um ein dauerhaft bestehendes Tracheostoma zu vermeiden, ein operativer Eingriff zur Erweiterung der Stimmritze indiziert, unter anderem:

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