Granulom
Synonym: Granuloma
Englisch: granuloma
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1 Definition [bearbeiten]
Granulom ist ein Sammelbegriff für meist gutartige, knötchenförmige Gewebeneubildungen, welche im histologischen Bild charakteristischerweise Endothelzellen, mononukleäre Entzündungszellen (Makrophagen, Lymphozyten), Epitheloidzellen und Riesenzellen aufweisen.
2 Pathogenese [bearbeiten]
Ein Granulom entsteht meist als Reaktion auf einen chronischen Entzündungsreiz oder infolge allergischer Prozesse.
3 Einteilung [bearbeiten]
3.1 Übersicht [bearbeiten]
Man unterscheidet im wesentlichen vier Typen von Granulom:
- Infektiöses Granulom, tritt bei zahlreichen Infektionskrankheiten auf, u.a. bei:
- Nicht-infektiöses Granulom, z.B. bei:
- Sarkoidose
- Lymphogranulomatose
- systemische Vaskulitiden, z.B. Arteriitis temporalis, Takayasu-Arteriitis, Churg-Strauss-Syndrom, Wegener-Granulomatose
- Morbus Crohn
- Allergisches Granulom: in der Regel zellvermittelte Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie Typ IV)
- Fremdkörpergranulom: durch nicht-immunogene Substanzen induziertes Granulom
3.2 Spezielle Granulomformen [bearbeiten]
- Granuloma pyogenicum: gestieltes, der Haut pilzförmig aufsitzendes Hämangiom von bis zu 1cm Größe
- Granuloma gluteale infantum: rundliche, flach erhabene, blau-rote Knoten an Gesäß und Oberschenkel
- Granuloma fissuratum: am Rand erhabene, mittig eingesunkene/ulzerierte Hautveränderung
- Granuloma gangraenescens nasi: malignes Granulom im Bereich des Mittelgesichts mit wenig schmerzhaften Ulzerationen
- Zahngranulom: reaktive Bildung von Granulationsgewebe an der Zahnwurzel
Fachgebiete: Pathologie
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