Folliculitis suffodiens et abscedens: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 21. April 2022, 15:12 Uhr
Synonyme: Perifolliculitis capitis abscedens et suffodiens
Englisch: dissecting cellulitis of scalp, folliculitis abscedens et suffodiens, perifolliculitis capitis abscedens et suffodiens
Definition
Die Folliculitis suffodiens et abscedens ist eine seltene Haarbalgentzündung, die am häufigsten am Capillitium und Nacken auftritt und unter anderem durch Abszesse und Fisteln gekennzeichnet ist.
Epidemiologie
Es handelt sich um eine sehr seltene Erkrankung, die am häufigsten bei afrikanischen und afro-amerikanischen Männern auftritt.
Ätiologie
Die Ätiologie der Erkrankung ist derzeit (2022) noch nicht eindeutig erklärt. Man vermutet unter anderem einen Zusammenhang mit einer Besiedlung durch Staphylococcus aureus.
Die Folliculitis suffodiens et abscedens ist mit folgenden Erkrankungen assoziiert:
Man vermutet einen Zusammenhang mit dem Vorliegen einer dunklen Hautfarbe.
Klinik
Die Erkrankung manifestiert sich meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Bevorzugt ist eine Folliculitis suffodiens et abscedens am Capillitium und am behaarten Nacken lokalisiert. Seltener tritt sie axillär, inguinal oder perianal auf. Im Rahmen einer Folliculitis suffodiens et abscedens treten typischerweise Papeln und Pusteln der Haut sowie schmerzlose subkutane Knoten oder Granulome auf. Zudem können Kolliquationsnekrosen beobachtet werden.
Es kommt zur Ausbildung von fuchsbauartigen Fistelgängen, die mit Epithel ausgekleidet sind. Bei Druck auf die Kopfhaut entleert sich aus den Fistelgängen Eiter oder ein hämorrhagisches Sekret. Heilen die Läsionen ab, kommt es zur Narbenbildung und Alopezie, die in der Regel kleinfleckig erscheint.
Ein weiteres charakteristisches Symptom ist das Vorliegen von Büschelhaaren, die jedoch nicht pathognomonisch für die Erkrankung sind.
Eine mögliche Komplikation ist die Entwicklung einer Amyloidose.
Diagnostik
Die Diagnose wird in erster Linie durch das klinische Erscheinungsbild gestellt. Histologisch sind eitrige Follikulitiden sowie granulomatöse Entzündungen nachweisbar. Zusätzlich liegt häufig eine Talgdrüsenhyperplasie vor.