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Hiatushernie

(Weitergeleitet von Zwerchfellbruch)

Synonym: Zwerchfellbruch
Englisch: hiatal hernia

1 Definition

Die Hiatushernie ist durch die Verlagerung von Magen(-anteilen) aus der Bauch- in die Brusthöhle charakterisiert. Die Bruchpforte ist dabei der Hiatus oesophageus des Zwerchfells.

2 Formen

Es sind verschiedene Formen der Hiatushernie zu unterscheiden.

2.1 Paraösophageale Hernie

Magenanteile verlagern sich neben dem Ösophagus durch den Hiatus oesophageus in das Mediastinum. Der Übergang von Ösophagus zu Magen ist regelrecht positioniert. Bei Persistenz der Verlagerung kommt es durch Einklemmung zu einem Blutstau und Passagestörung.

Komplikation kann eine vollständige Einklemmung (Volvulus) des Magens mit chronischen gastrointestinalen Blutungen und Ausbildung einer Anämie sein. Eine paraösophageale Hernie kann bis zum Vollbild des sogenannten Upside-down-Magens fortschreiten.

2.2 Axiale Hernie (Gleithernie)

Bei der axialen Hernie gleitet die Kardia durch den Hiatus oesophageus in das hintere Mediastinum. Es handelt sich dabei um einen Gleitbruch, die Kardia ist also nicht Bruchsackinhalt, sondern ein Teil der Bruchsackwand. Die axialen Hernien machen die überwiegende Mehrheit der Hiatushernien aus (ca. 70-80 %).

2.2.1 Prädisposition

Die axiale Hernie betrifft meistens ältere, adipöse Patienten (mehr Frauen als Männer). Eine Lockerung des Bandapparates um den ösophagokardialen Übergang und eine Veränderung des physiologischen His-Winkels sind prädisponierend.

2.2.2 Klinik

Klinisch sind die meisten Fälle asymptomatisch. In einigen Fällen können allerdings Symptome wie Sodbrennen, Dysphagie und retrosternale Schmerzen auftreten, die durch den Reflux von Magensäure bedingt sind. Es besteht eine Koinzidenz von axialen Hiatushernien, Cholelithiasis und Divertikulosen (auch Saint-Trias genannt).

2.2.3 Diagnose

Die Diagnose wird durch eine Gastroskopie und/oder eine Röntgenkontrastmitteldarstellung gesichert.

2.2.4 Therapie

Symptomatische axiale Hiatushernien sollten zunächst wie die gastroösophageale Refluxkrankheit konservativ behandelt werden. Die operativen Optionen bei therapieresistenten Beschwerden sind:

2.3 Mischformen

Bei den Mischformen ist eine Verlagerung der Kardia in Kombination mit einer paraösophagealen Hernie vorhanden. Meistens handelt es sich bei den Mischformen um weiter fortgeschrittene axiale Hernien.

3 Diagnose

Wegweisende Symptome sind Beschwerden im Sinne einer Refluxkrankheit. Eine sichere Diagnose ist durch eine Magen-Darm-Passage mit bariumhaltigem Kontrastmittel möglich. Differentialdiagnostisch sollten die Refluxkrankheit und ein Ösophaguskarzinom in Betracht gezogen werden. Eine Ösophagogastroduodenoskopie ist zum Ausschluss hilfreich.

4 Therapie

Eine paraösophageale Hernie sollte aufgrund der Gefahr einer Einklemmung des Magens operativ therapiert werden. Dazu wird in der Regel laparoskopisch eine Reposition des Bruches vorgenommen. Im Anschluss werden zur Prophylaxe eines Rezidivs eine Hiatoplastik und Fundopexie durchgeführt.

Eine axiale Hernie ist bei gleichzeitig vorliegender symptomatischer Refluxkrankheit Indikation zur Fundoplikatio.

Bei Mischformen können je nach Ausprägung die Therapie von axialer und paraösophagealer Hernie miteinander kombiniert werden.

Hier fehlt noch der Abschnitt "==Quellen==". Mehr hier: http://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Spielwiese&action=edit§ion=8
#1 am 04.08.2013 von Michel Voss (Arzt | Ärztin)

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