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Citratblut

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Synonym: Zitratblut
Englisch: citrated blood

1 Definition

Citratblut ist eine Blutprobe, die zum Zwecke der späteren Untersuchung mit einer Natriumcitrat-Lösung ungerinnbar gemacht wird.

2 Hintergrund

Durch die Zugabe von Natriumcitrat werden die im Blutplasma enthaltenen Calciumionen gebunden, hierdurch wird die Gerinnung inhibiert. Im Gegensatz zu anderen Antikoagulantien (EDTA, Heparin) kann die Gerinnbarkeit der Blutprobe durch Zugabe einer äquivalenten Menge Calciumchlorid kontrolliert wiederhergestellt werden.

Als Antikoagulans wird in der Regel isotone Natriumcitratlösung (3,8%) im Verhältnis 1:10 verwendet (9 Volumenanteile Blut + 1 Volumenanteil Citratlösung). Dieses Mischungsverhältnis muss korrekt eingehalten werden, d.h. Citrat-Probenröhren müssen immer bis zur Markierung gefüllt sein.

Genau genommen ist die Citratmenge bei diesem Mischungsverhältnis auf den Plasmaanteil der Blutprobe berechnet. Wenn dieser stark von der Norm abweicht, (Hämatokrit <0,25 oder >0,6 l/l, alte Einheit <25 oder >60%), muss für präzise Messergebnisse eine Citratkorrektur durchgeführt werden.

3 Verwendung

Für die Untersuchung der Blutgerinnung wird das Citratblut zentrifugiert und ohne die zellulären Bestandteile als Citratplasma verwendet. Dies ist die überwiegende Verwendung. Häufige Gerinnungsuntersuchungen sind:

Unzentrifugiertes Citrat-Vollblut wird unter anderem für folgende Untersuchungen verwendet:

Wenn beim Patienten eine EDTA-Pseudothrombozytopenie bekannt ist, kann Citratblut hilfsweise zur Bestimmung der Thrombozytenzahl benutzt werden.

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