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Vakzine-induzierte prothrombotische Immunthrombozytopenie

Englisch: vaccine-induced immune thrombotic thrombocytopenia (VITT)

1 Definition

Die Vakzine-induzierte prothrombotische Immunthrombozytopenie, kurz VIPIT, ist eine mögliche Impfreaktion. Sie tritt wahrscheinlich vor allem bei Adenovirus-basierten Vektorimpfstoffen auf, z.B. bei Vaxzevria gegen COVID-19. Die VIPIT ist insgesamt eine seltene Impfreaktion, die jedoch mit potentiell letalen Sinusvenenthrombosen (SVT) bzw. einer disseminierten intravasalen Koagulopathie (DIC) einhergehen kann.

2 Epidemiologie

Die Häufigkeit der VIPIT ist noch nicht vollständig erfasst. Man geht von einer Inzidenz von 1:125.000 bis 1:1.000.000 aus.

3 Klinik

Die DIC macht sich durch Thrombosen und Petechien bemerkbar. Die genaue Symptomatik ist dabei abhängig von der Lokalisation der Thrombose. Bei einer Sinusvenenthrombose kommt es zu:

4 Diagnostik

Zur Sicherung der Diagnose sollten neben der klinischen Beurteilung und Bildgebung folgende Laborparameter herangezogen werden:

5 Therapie

Grundsätzlich erfolgt die Therapie symptomorientiert und sollte bis zum Ausschluss einer pathologischen Thrombozytenaggregation mittels Antikoagulation behandelt werden. Verwendet werden:

Bei bestätigter SVT oder DIC sollte die Therapie mit hochdosierten intravenösen Immunglobulinen und Dexamethason erfolgen.

Diese Seite wurde zuletzt am 11. April 2021 um 17:37 Uhr bearbeitet.

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