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Ureteroskopie

(Weitergeleitet von Ureterorenoskopie)

Synonym: Ureterorenoskopie, Harnleiterspiegelung
Englisch: ureteroscopy

1 Definition

Als Ureteroskopie, kurz URS, bezeichnet man die endoskopische Untersuchung des Harnleiters (Ureter) mittels Ureteroskop. Wenn auch das Nierenbecken beurteilt wird, handelt es sich um eine Ureterorenoskopie

2 Indikation

Die Ureteroskopie dient der

3 Durchführung

Die Durchführung der Ureteroskopie erfordert die Narkotisierung des Patienten.

3.1 Zugangswege

Der Zugang erfolgt üblicherweise unter anterograder Vorspiegelung über die Harnröhre (Urethra). Bei Harnröhrenobstruktion in Folge Prostatahyperplasie wird das Endoskop nach perkutaner Punktion über die Harnblase in den Ureter eingeführt.

Zur Prophylaxe einer ödem- oder verletzungsbedingten Harnleiterstenose ist in Abhängigkeit vom Individualfall die Einlage eines Stents (Harnleiterschiene) indiziert.

ureteroskopische intrakorporale Laserlitothripsie

4 Kontraindikation

Kontraindikation der Ureteroskopie sind Harnwegsinfekte und Gerinnungsstörungen. Entsprechende Voruntersuchungen (Gerinnungs- und Urinstatus) sind obligat.

Stenose- oder strikturbedingte Passagehindernisse der Harnleiter sollten aufgrund möglicher Komplikationen (s.u.) nicht durch das Endoskop überwunden werden.

5 Komplikationen

  • Blutungen
  • Harnleiterperforation
  • Harnleiterabriss
  • verletzungsbedingte Harnleiterstenose

siehe auch: Zystoskopie

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