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Tracheobronchopathia osteochondroplastica

Synonym: Tracheopathia osteplastica
Englisch: tracheobronchopathia osteochondroplastica

1 Definition

Tracheobronchopathia osteochondroplastica, kurz TPO, ist eine seltene Erkrankung des Tracheobronchialbaums unklarer Genese. Sie ist durch das Auftreten von multiplen knorpeligen oder knöchernen submukösen Knötchen gekennzeichnet, die in das Lumen der Trachea und der Bronchien hineinragen.

2 Epidemiologie

Die Tracheobronchopathia osteochondroplastica ist eine seltene Erkrankung, wobei von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen wird. Sie wird i.d.R. bei Erwachsenen in der 6. oder 7. Lebensdekade diagnostiziert.

3 Ätiopathogenese

Die Ursache der Tracheobronchopathia osteochondroplastica ist derzeit (2021) unklar. Teilweise wird in der Literatur eine Assoziation zu chronischen Entzündungen und Infektionen sowie zur Rhinitis atrophicans beschrieben.

Die submukösen Knötchen haben ihren Ursprung meist in den physiologisch vorhandenen Knorpelspangen, sodass die hintere Wand (Paries membranaceus) nicht betroffen ist. Denkbar wäre auch eine metaplastische Umwandlung des elastischen Bindegewebes in elastischen Knorpel, der später verkalkt und verknöchert.

4 Klinik

Die meisten Patienten mit leichter Tracheobronchopathia osteochondroplastica haben keine Beschwerden. Das häufigste Symptom ist chronischer Husten, der als Asthma bronchiale oder chronische Bronchitis fehlinterpretiert wird. Weitere Symptome sind:

5 Diagnostik

Eine Tracheobronchopathia osteochondroplastica wird mittels Bronchoskopie diagnostiziert. Häufig werden weitere diagnostische Untersuchungen durchgeführt:

Eine Biopsie ist zur Diagnose der TPO nicht notwendig.

6 Differenzialdiagnosen

Eine Tracheobronchopathia osteochondroplastica muss von knorpeligen Verkalkungen und Verknöcherungen unterschieden werden, die durch paratracheale Lymphknoten, Hamartome, Chondrosarkome, Papillome und andere Neoplasien entstehen.

7 Therapie

Es existiert derzeit keine kausale Therapie. Bei schwerem Verlauf kann eine Zangenentfernung der Knoten, eine Laserablation, eine Kryotherapie oder eine Strahlentherapie erwogen werden.

8 Literatur

Diese Seite wurde zuletzt am 30. April 2021 um 19:35 Uhr bearbeitet.

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