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Steakhousesyndrom

Synonym: Nussknacker-Ösophagus
Englisch: steakhouse syndrome, esophageal food bolus obstruction

1 Definition

Beim Steakhousesyndrom handelt es sich um einen Krampf der Ösophagusmuskulatur, bei dem geschluckte Speiseanteile fest umschlossen werden. Die Auslösung des Krampfes ist sowohl durch größere Speisebissen (meist Fleisch) als auch durch kleinere Nahrungsbestandteile möglich (Reis, Brotkrümel). Durch eine neurologische Fehlsteuerung der Speiseröhre ist es nun nicht mehr möglich sowohl flüssige als auch feste Nahrungsbestandteile in den Magen zu transportieren. Selbst der Speichel muss ausgespuckt werden.

2 Pathophysiologie

Der genaue Pathomechanismus ist unbekannt. Die spastische Speiseröhre weist zwar noch einzelne Kontraktionen auf, kann aber keine Transportwellen auslösen. Dem können neurologlische Erkrankungen wie das Guillain-Barré-Syndrom oder die Myasthenia gravis zu Grunde liegen. Auch eine Verdickung der Speiseröhrenwand (durch Refluxösophagitis, Geschwüre, Schatzki-Ring) ist möglich.

3 Symptome

4 Diagnose

5 Therapie

Der Patient soll vorerst dazu angehalten werden zu würgen- meist löst sich der Krampf dadurch. Es kann versucht werden Glukagon langsam i.v. zu verabreichen um den Ösophagusspinkter zu entspannen und das Passieren der Nahrung zu ermöglichen. In schweren Fällen hilft nur ein endoskopischer Eingriff, bei dem die Speise vorsichtig Richtung Magen geschoben werden soll. Funktioniert dies nicht, so muss die Speise mit Schlingen vorher zerkleinert und anschließend entfernt werden.

6 Differentialdiagnose

7 Komplikationen

Fachgebiete: Gastroenterologie

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