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Skelettszintigraphie

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Synonym: Skelettszintigrafie

1 Definition

Die Skelettszintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Untersuchungsverfahren zur Darstellung von Knochenstoffwechselveränderungen.

2 Indikationen

Indikationen für eine Skelettszintigraphie sind unter anderem:

3 Untersuchungstechnik

Als Tracersubstanzen werden in der Skelettszintigraphie Diphosphonate verwendet. Diese reichern sich an der Oberfläche von kalzifizierendem Knochen an. Dabei wird die Anreicherung durch die Aktivität von Osteoblasten und die Durchblutung begünstigt.

4 Durchführung

Nach Injektion des Tracers werden im Abstand von 30 Sekunden, 5 Minuten und etwa 3 Stunden Aufnahmen mit der Gammakamera angefertigt.

Die erste Aufnahme dient der Beurteilung der Perfusion des Injektionsgebietes, die zweite Aufnahme erlaubt über die Verteilungsdichte eine Aussage zur Blutmenge, die dritte Aufnahme ermöglicht die Beurteilung des Knochenstoffwechsels.

Bei dieser Vorgehensweise spricht man auch von einer Drei-Phasen-Skelettszintigraphie.

5 Interpretation

Skelettmetastasen sind in der Szintigraphie indirekt nachzuweisen. Eine osteoblastische Knochenmetastase führt in ihrer Umgebung zu vermehrter Osteoblastenaktivität, die zur vermehrten Anreicherung des Tracers führt.

Osteolytische Metastasen führen hingegen zu Aussparungen ("cold spot"). Entzündliche Veränderungen sind über eine vermehrte Durchblutung nachweisbar. Sowohl chronische, als auch akute Entzündungen können bei normalem Szintigraphiebefund ausgeschlossen werden.

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