Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Prostaglandin F2Alpha

Synonym: PGF

1 Definition

Prostaglandin F, kurz PGF ist ein Lokalhormon aus der Klasse der Prostaglandine, das - vermittelt über FP-Rezeptoren - insbesondere den Muskeltonus im Uterus und die Kontraktion der Bronchialmuskeln fördert, während es die Wasserreabsorption im Dünndarm hemmt. Es ist damit in mancher Hinsicht ein Antagonist der Prostaglandine D2 und E2.

2 Funktion

PGF spielt u.a. bei der Auslösung der Menstruation eine entscheidende Rolle. Durch einen Abfall der Progesteron- und Östradiolkonzentrationen, wird es lokal vermehrt gebildet und erreicht kurz vor der Menstruation einen Peak. PGF führt dann über eine Vasokonstriktion zu einer Ischämie und nekrotischen Veränderung der Uterusschleimhaut (Endometrium). Gleichzeitig löst es die Kontraktionen des Myometriums aus, wodurch die Abstoßung des Stratum functionale des Endometriums eingeleitet wird. Dies basiert auf einer permissiven Wirkung, indem PGF die Sensibilität der Oxytocin-Rezeptoren (OXTR) gegenüber Oxytocin erhöht.

Des Weiteren sorgt PGF auch für die krampfartigen Bauchschmerzen während der Menstruation.

3 Pharmakologie

Prostaglandin F wird in der Veterinärmedizin zur Luteolyse sowie zur Einleitung von Geburt oder Abort verwendet. Beim Rind wird es darüber hinaus post partum zur Entleerung des Uterus eingesetzt. In einigen Ländern wird Prostaglandin F auch in der Humanmedizin für den therapeutischen Abort oder zur Geburtseinleitung bei Fruchttod verwendet.

Fachgebiete: Biochemie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

7 Wertungen (3.14 ø)

20.837 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: