Bronchialmuskulatur
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LoslegenEnglisch: bronchial smooth muscle, bronchial muscle
Definition
Die Bronchialmuskulatur ist die glatte Muskulatur, die man im Bereich der Bronchien und Bronchiolen findet.
Histologie
Die Bronchialmuskulatur befindet sich subepithelial als Tunica muscularis zwischen der Schleimhaut und den Knorpelstücken bzw. der äußeren Bindegewebsschicht der Bronchien. Die Muskelzellen ("Bronchialmyozyten") sind zirkulär in einzelnen Bündeln angeordnet, die sich scherengitterartig überschneiden.
In den Bronchiolen bildet die glatte Muskulatur eine nahezu geschlossene Schicht. Da Bronchialknorpel hier fehlen, ist die Bronchialmuskulatur der entscheidende Faktor für den Atemwegsdurchmesser.
Physiologie
Die Kontraktion der Bronchialmuskulatur führt zu einer Verengung des Lumens der Bronchien, die Relaxation zu einer Weitstellung. Über diesen Mechanismus wird die Lungenbelüftung und der Atemwegswiderstand reguliert.
Die Aktivität der Bronchialmuskulatur wird überwiegend durch das vegetative Nervensystem gesteuert. Eine parasympathische Stimulation über den Nervus vagus führt über M3-Rezeptoren zur Kontraktion der Bronchialmuskulatur und damit zur Bronchokonstriktion. Die Aktivierung von sympathischen β2-Adrenozeptoren – zum Beispiel durch Adrenalin – führt hingegen zu einer Bronchodilatation.
Darüber hinaus beeinflussen zahlreiche lokale Mediatoren den Tonus der Bronchialmuskulatur. Histamin, Leukotriene und Acetylcholin wirken bronchokonstriktorisch, während Stickstoffmonoxid (NO) und bestimmte Prostaglandine eine Bronchodilatation triggern.
Pathophysiologie
Bei obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD, Asthma bronchiale) sieht man eine Hypertrophie bzw. Hyperplasie der Bronchialmuskulatur. Sie ist Teil des bronchialen Remodelings. Eine krampfartige Dauerkontraktion der Bronchialmuskulatur bezeichnet man als Bronchospasmus.