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Postkommotionelles Syndrom

Synonyme: postkontusionelles Syndrom, postkontusionelle Enzephalopathie, posttraumatische Enzephalopathie, postkommotionelle Enzephalopathie
Englisch: post-concussion syndrome (PCS)

1 Definition

Das postkommotionelle Syndrom ist ein organisches Psychosyndrom infolge einer Gehirnerschütterung. Es kann mit körperlichen und geistigen Veränderungen einhergehen.

2 Epidemiologie

Genaue epidemiologische Daten zum postkommotionellen Syndrom liegen aktuell (2019) nicht vor. Vermutlich sind 10 % aller Patienten mit mildem Schädelhirntrauma betroffen.

3 Ätiologie

Die genauen Ursachen des postkommotionellen Syndroms sind aktuell (2019) umstritten. Es verbleibt unklar, ob es die direkte Folge einer neuropathologischen Schädigung darstellt. Zu den Risikofaktoren zählen u.a.:

4 Klinik

Das postkommotionelle Syndrom ist ein unscharf definierten Symptomkomplex, bei dem über längere Zeit (meist > 3 Monate) Symptome der Gehirnerschütterung persistieren, wobei zusätzliche unspezifische Zeichen auftreten können. Zu den häufigsten Manifestationen zählen:

5 Differenzialdiagnosen

6 Therapie

Häufig wird bei einer Gehirnerschütterung Bettruhe und Schonung empfohlen. In einer prospektiven Kohortenstudie war eine frühe körperliche bzw. sportliche Aktivität mit einem geringeren Risiko für ein postkommotionelles Syndrom verbunden.[1]

Das postkommotionelle Syndrom wird symptomatisch behandelt. Eingesetzt werden typischerweise:

7 Prognose

Die Symptome verschwinden i.d.R. nach einigen Tagen bis Wochen. Bei ca. 15 % der Betroffenen persistieren die Symptome über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr. Bei einem erneuten Schädel-Hirn-Trauma besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Second-Impact-Syndrom. Bei wiederholten milden Gehirnerschütterungen kann eine chronisch traumatische Enzephalopathie entstehen.

8 Quellen

  1. Grool AM et al. Association Between Early Participation in Physical Activity Following Acute Concussion and Persistent Postconcussive Symptoms in Children and Adolescents, JAMA. 2016 Dec 20;316(23):2504-2514, abgerufen am 09.12.2019

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Dezember 2019 um 13:56 Uhr bearbeitet.

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