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Plasma-Renin-Aktivität

Abkürzung: PRA
Synonym: Plasmareninaktivität
Englisch: plasma renin activity

1 Definition

Die Plasma-Renin-Aktivität, kurz PRA, bestimmt den Reninspiegel im Blutplasma und ist ein Maß für die Aktivität des Renin-Angiotensin-Systems (RAAS). Die Plasma-Renin-Aktivität ist in der Humanmedizin der empfindlichste Marker, um sowohl eine unzureichende als auch eine übermäßige Mineralokortikoidaktivität zu identifizieren.

2 Indikationen

Die Bestimmung der PRA dient nicht als Nachweismethode des Conn-Syndroms, sondern wird für die Therapieeinstellung und -kontrolle verwendet.

3 Nachweismethode

Die Messung erfolgt per ELISA.

4 Material

5 Referenzbereich

5.1 Erwachsene

Der Referenzbereich für die Plasma-Renin-Aktivität ist

  • liegend: 1,7 - 24,0 ng/l (6 - 30 ng/l)
  • stehend: 2,6 - 27,8 ng/l (6 - 65 ng/l)

Das genaue Referenzintervall ist methodenabhängig - daher ist der vom jeweiligen Labor angegebene Wert ausschlaggebend. Eine vollständige Suppression der PRA weist in jedem Fall auf eine übermäßige Mineralokortikoidaktivität hin.

5.2 Kinder

  • Neugeborene bis 1 Monat: 24 - 850 ng/l
  • 1 Monat bis 1 Jahr: 5 - 308 ng/l
  • 1 bis 5 Jahre: 5 - 112 ng/l
  • 5 bis 16 Jahre: 5 - 143 ng/l

6 Interpretation

6.1 Erhöhte PRA

Die Plasma-Renin-Aktivität ist erhöht bei:

6.2 Erniedrigte PRA

Die Plasma-Renin-Aktivität ist erniedrigt bei:

7 Klinik

Bei einer zu tiefen PRA kann es zu einer therapieresistenten Hypertonie kommen. Dann muss der Mineralokortikoidüberschuss reduziert werden.

8 Quellen

  • Laborlexikon.de, abgerufen am 7.1.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 19. Februar 2021 um 19:54 Uhr bearbeitet.

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