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Musculus deltoideus

Synonym: Deltamuskel
Englisch: deltoid muscle

1 Definition

Der Musculus deltoideus gehört zur dorsalen Gruppe der Schultermuskeln. Er ist ein kräftiger, in ausgebreiteter Form dreieckiger Muskel und umhüllt das proximale Stück des Humerus von kranial, ventral, dorsal und lateral.

2 Verlauf

2.1 Ursprung

Der Musculus deltoideus lässt sich in drei Teile untergliedern, die unterschiedliche Ursprungsflächen haben:

  • Pars clavicularis: Er entspringt am lateralen Drittel der Clavicula. Dieser Teil ist parallelfaserig
  • Pars acromialis: Dieser Teil hat seinen Ursprung am Akromion. Der Muskelabschnitt ist vor allem gefiedert.
  • Pars spinalis: Er hat seinen Ursprung an der Spina scapulae.

2.2 Ansatz

Der Musculus deltoideus inseriert an der Tuberositas deltoidea des Oberarmknochens (Humerus).

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3 Innervation

Die Innervation des Musculus deltoideus erfolgt durch den Nervus axillaris aus dem Fasciculus posterior des Plexus brachialis (Segmente: C5-C6). Akzessorisch erfolgt eine Innervation aus den Rami ventrales der Nervi thoracici.

4 Funktion

Die Funktionen des Musculus deltoideus sind vielfältig und komplex. Je nachdem, welche Anteile des Muskels angespannt werden, resultieren verschiedene Bewegungsformen.

Die Pars acromialis bewirkt eine Abduktion des Armes. Bei einer Abduktion über 60° unterstützen die beiden anderen Teile die Bewegung.

Die Pars acromialis bewirkt gemeinsam mit der Pars clavicularis eine Anteversion des Armes. Spannt sich hingegen die Pars acromialis gemeinsam mit der Pars spinalis, wird eine Retroversion des Armes bewirkt.

Bei herabhängendem Arm unterstützt die Pars clavicularis die Innenrotation, die Pars spinalis die Außenrotation.

Wird der Arm von der abduzierten Stellung wieder adduziert, unterschützen die Partes acromiales at spinales bei Unterschreiten der 60°-Marke (Abduktionsachse) die Adduktion. Außerdem verhindert die Pars spinalis bei der Adduktion eine zusätzliche Innenrotation.

5 Klinik

Der Musculus deltoideus wird häufig zur intramuskulären Injektion von Impfstoffen oder Medikamenten genutzt, da hier die Gefahr der Nervenschädigung relativ gering ist.

Bei einer Lähmung des Muskels ergeben sich vielseitige Probleme. Die Abduktion ist so gut wie gar nicht mehr möglich und auch durch den Musculus supraspinatus und Musculus biceps brachii kaum kompensierbar. Zudem fällt die muskulöse Gelenksicherung durch den Musculus deltoideus weg. Der Arm befindet sich in adduzierter und innenrotierter Haltung.

Sind es nicht die partes "claviculares" und spinales, die bei Unterschreiten der 60°-Marke (Abduktionsachse) die Adduktion unterstützen? MfG Jochen Carls
#1 am 27.06.2016 von Jochen Carls (Sonstige)

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