Lappennekrose
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LoslegenDefinition
Als Lappennekrose bezeichnet man Nekrosen von Lappenplastiken. Diese werden unterteilt in komplette Lappennekrosen, Lappenspitzen- oder Lappenrandnekrosen.
Ursachen
Ursachen einer Lappennekrose können vielfältig sein, z.B.:
- Druckbelastung des Lappens
- Minderdurchblutung, z.B. durch Anastomoseninsuffizienz, Abknicken des Gefäßstiels oder Thrombus in der Anastomose
- Ödembildung
- Infektion
Pathophysiologie
Eine Lappennekrose entsteht durch eine kritische Verminderung der Gewebeperfusion. Dabei kann der arterielle Zufluss, der venöse Abfluss oder beides gestört sein. Während arterielle Verschlüsse zu einer Blässe des Lappens führen, verursacht die venöse Abflussstörung eine livide Verfärbung.
Klinik
Frühe Warnzeichen einer Lappennekrose sind:
- Blässe oder livide Verfärbung
- Verzögerte oder fehlende Rekapillarisierung
- Temperaturabfall des Lappens
- Zunehmendes Ödem
- Verminderter Gewebeturgor
Im weiteren Verlauf kommt es dann zu einem Absterben des Lappengewebes.
Diagnostik
Die Diagnostik basiert primär auf der klinischen Beurteilung. Ergänzend können Dopplersonographie, Duplexsonographie, Oximetrie und Fluoreszenzangiographie eingesetzt werden.
Therapie
Die Therapie richtet sich nach Ursache und Ausmaß des Befundes. Mögliche Maßnahmen sind:
- Druckentlastung
- Optimierung der Hämodynamik durch zielgerichtete Volumentherapie
- Revision von Gefäßanastomosen bei freien Lappen
- Thrombektomie bzw. Reanastomosierung bei Gefäßverschluss
Bei hämodynamischer Instabilität kann zusätzlich eine vasopressorische Therapie erforderlich sein. Ein zurückhaltender, zielgerichteter Einsatz von Katecholaminen ist bei normovolämen Patienten in der Regel nicht mit einer Verschlechterung der Lappenperfusion assoziiert.
Sind bereits manifeste Nekrosen eingetreten, ist eine Nekrektomie mit sekundärer Defektdeckung indiziert.
Prävention
Lappennekrosen können durch sorgfältiges, atraumatisches Arbeiten bei der Präparation, eine exakte Blutstillung sowie eine gute Nahttechnik verhindert werden. Bei der Modellierung des Lappens muss eine Spannung und Torsion des Gefäßstiels vermieden werden.