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Intravenöse Infusion

von lateinisch: infundere - aufgiessen
Englisch: intravenous infusion

1 Definition

Die intravenöse Infusion ist eine Form der Infusion, bei der die Infusionslösung über eine Kanüle oder einen Venenkatheter direkt in eine Körpervene gelangt. Sie ist die am häufigsten eingesetzte Form der Infusion.

Werden nur kleinere Flüsigkeitsmengen durch eine Spritze in die Vene eingebracht, spricht man von einer intravenösen Injektion.

2 Varianten

3 Technik

Der Zugang für die Infusion kann an verschiedenen Körperstellen gelegt werden. Man unterscheidet grob in:

Die Wahl zwischen einem zentralvenösen Venenkatheter (ZVK) und einem peripheren Venenkatheter (PVK) ist unter anderem abhängig von Menge und Dauer der Infusion, sowie der Art der Infusionslösung bzw. der in ihr enthaltenen Medikamente.

Die bei der intravenösen Infusion über den Katheter zugeführte Flüssigkeitsmenge kann auf verschiedene Weise reguliert werden:

4 Infusionslösungen

Durch die intravenöse Infusion können dem Körper verschiedene Flüssigkeiten zugeführt werden. Dazu zählen unter anderem sterile Infusionslösungen (z.B. isotonische Kochsalzlösung, Glucoselösung, Ringer-Lösung) oder Medikamente.

Die Gabe von Blutplasma, Erythrozytenkonzentraten oder Vollblut wird im klinischen Sprachgebrauch nicht als Infusion, sondern als Transfusion bezeichnet. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass hier ein Spender und ein Empfänger involviert sind.

5 Risiken

Es besteht - vor allem bei längerer Infusionsdauer - die Gefahr der Einschleppung von Krankheitserregern in das Venensystem und damit das Risiko einer Phlebitis bzw. Thrombophlebitis oder einer Sepsis. Durch sorgfältige Desinfektion und geeignete Hygienemaßnahmen lässt sich das Risiko minimieren. Statistisch gesehen ist es sehr gering.

Bei falscher Lage der Kanüle kann es zum Austreten von Infusionslösung in das umgebende Gewebe kommen (paravenöse Infusion).

6 HowTo-Video

siehe auch: Zentraler Venenkatheter

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