Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Germinom

1 Definition

Das Germinom ist eine maligner Tumor, der ausschließlich im Zentralnervensystem auftritt. Er gehört zur Gruppe der Keimzelltumoren. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung befinden sich die meisten Patienten in der zweiten Lebensdekade.

2 Pathohistologie

Histologisch besteht eine große Ähnlichkeit zum Dysgerminom, wobei dessen Auftreten auf Hoden und Ovarien begrenzt ist. Die Zellen eines Germinoms sind verhältnismäßig groß. Charakteristisch ist das sehr klare Zytoplasma mit deutlich erkennbaren Zellkernen. Im Gegensatz zu den meisten anderen bekannten Tumorzellen enthalten die Germinom-Zellen kleine, das gesamte Zelllumen durchziehende Septen, wodurch eine Gliederung in verschiedene Segmente entsteht. In den genannten Septen befindet sich meistens eine große Anzahl an Leukozyten.

3 Lokalisation

In den meisten Fällen befindet sich der Tumor in unmittelbarer topographischer Nachbarschaft zur Zirbeldrüse.

4 Symptome

Nicht selten kommt es zu langen asymptomatischen Perioden. Ausschlaggebend für klinische Zeichen ist die Lokalisation. Die häufig große Nähe zur Zirbeldrüse führt zu endokrinologischen Symptomen – nicht selten ist ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus oder ein Diabetes insipidus zu verzeichnen. Fast immer besteht ein erhöhter Hirndruck, wohingegen neurologische Ausfallserscheinungen praktisch nie auftreten.

5 Diagnose

6 Therapie

Ein Germinom spricht gut auf eine Radiochemotherapie an, mit der in vielen Fällen eine Heilung erzielt werden kann. Die wirksamsten Zytostatika sind:

Bei gutem Ansprechen der Radiochemotherapie erübrigen sich operative Verfahren.

7 Prognose

Über 90 % der Patienten überleben bei entsprechender Therapie die nächsten 5 Jahre.

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