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Thermogenin

(Weitergeleitet von Entkopplungsprotein 1)

Synonym: Entkopplungsprotein 1
Englisch: thermogenin, uncoupling protein 1, UCP1

1 Definition

Thermogenin ist ein Protein in den Mitochondrien des braunen Fettgewebes. Es zählt zu den Entkopplungsproteinen. Braunes Fettgewebe kommt primär bei Säuglingen vor und dient der Wärmeerzeugung.

2 Genetik

Thermogenin wird durch das UCP1-Gen auf Chromosom 4 (Genlokus 4q31.1) kodiert.

3 Biochemie

Thermogenin ist ein Transmembranprotein, das als Carrier für Protonen fungiert und diese aus dem Intermembranraum in die mitochondriale Matrix befördert. Dadurch wird der bei der oxidativen Phosphorylierung erzeugte Protonengradient und somit die ATP-Synthese verringert. Die freigesetzte Energie wird in Form von Wärme umgesetzt.

3.1 Regulation

Sympathische Nervenfasern setzen Noradrenalin frei, das an adrenerge β3-Rezeptoren von braunen Fettzellen bindet. Dadurch wird die Adenylatcyclase aktiviert, die ATP in cAMP umwandelt und die Proteinkinase A (PKA) aktiviert. Die PKA phosphoryliert die Triacylglycerollipase, die Triglyceride in freie Fettsäuren umwandelt. Thermogenin wird durch diese freien Fettsäuren aktiviert. Somit wird die Lipolyse von der Atmungskette entkoppelt.

Thermogenin wird durch Purinnukleotide (GDP, ADP) gehemmt.

Diese Seite wurde zuletzt am 4. November 2020 um 17:14 Uhr bearbeitet.

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