Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 13. bis 26. Juni 2022 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 27. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Cetirizin

Handelsnamen: Ceterifug®, Cetiderm®, CetiLich® u.v.a.
Synonym: Cetirizindihydrochlorid
Englisch: cetirizine

1 Definition

Cetirizin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Antihistaminika, der zur Therapie von allergischen Reaktionen bzw. Allergien eingesetzt wird. Cetirizin zählt zu den Antihistaminika der 2. Generation vom Ethylendiamin-Typ und ist das am häufigsten eingesetzte orale Antiallergikum.

2 Wirkmechanismus

Cetirizin wirkt, wie die anderen Antihistaminika der 2. Generation, über eine Blockade der H1-Rezeptoren (Histamin-Rezeptoren). Es wird daher auch als H1-Rezeptorblocker der 2. Generation bezeichnet. Dadurch wird verhindert, dass Histamin seine Wirkung an den Histaminrezeptoren entfalten kann.

3 Pharmakokinetik

Nach oraler Einnahme als Tablette setzt die Wirkung von Cetirizin innerhalb von etwa 1h ein. Die Wirkung hält mehrere Stunden an. Die Metabolisierung bzw. Ausscheidung erfolgt zu ca. 60% über die Niere (renal) und ca. 40% über die Leber (hepatisch).

4 Indikation

Cetirizin ist indiziert zur Behandlung von chronischer Urtikaria (Hautrötung, Quaddeln, Juckreiz), Neurodermitis, allergischer Rhinokonjunktivitis (Niesen, Nasenlaufen, Nasenjucken, Nasenverstopfung, Augenrötung, Tränenfluss), chronisch allergischem Schnupfen sowie unterstützend bei allergischem Asthma.

5 Darreichungsformen

Cetirizin in veschiedenen Darreichungsformen erhältlich, u.a. in Form von Tabletten, Tropfen und Saft.

6 Dosierung

Die empfohlene Dosierung für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren beträgt 10 mg Cetirizin pro Tag als Einmalgabe. Bei Kindern zwischen 6 und 12 Jahren wird die Gabe von 2 x 5 mg pro Tag empfohlen.

Patienten mit mittelgradig eingeschränkter Nierenfunktion erhalten 5 mg pro Tag.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

7 Nebenwirkungen

Im Vergleich zu den Antihistaminika der 1. Generation besetzen die Antihistaminika der 2. Generation ein etwas günstigeres Nebenwirkungsprofil. Sie haben den Vorteil, dass sie kaum ZNS-gängig sind, d.h. sie können die Blut-Hirn-Schranke kaum passieren. Antihistaminika der 1. Generation hatten diese Eigenschaft noch nicht und waren mit deutlich mehr sedierenden Nebenwirkungen (z.B. Müdigkeit) behaftet. Diese Nebenwirkungen treten bei Cetirizin in geringerem Umfang auf. Ca. 1% der Patienten verspüren Müdigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit und teilweise Mundtrockenheit. Als weitere mögliche UAW kann Cetirizin in sehr seltenen Fällen Herzrhythmusstörungen auslösen.

8 Kontraindikationen

Diese Seite wurde zuletzt am 22. Mai 2022 um 23:41 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

137 Wertungen (3.28 ø)

60.825 Aufrufe

Copyright ©2022 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: