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Cetirizin

Handelsnamen: Ceterifug®, Cetiderm®, CetiLich® u.v.a.
Synonym: Cetirizindihydrochlorid
Englisch: cetirizine

1 Definition

Cetirizin ist ein antihistaminischer Arzneistoff, der zur Therapie von allergischen Reaktionen bzw. Allergien eingesetzt wird. Cetirizin zählt zu den Antihistaminika der 2. Generation (Antihistaminika des Ethylendiamin-Typs) und ist das am häufigsten eingesetzte orale Antiallergikum.

2 Indikation

Cetirizin ist indiziert zur Behandlung von chronischer Urtikaria (Hautrötung, Quaddeln, Juckreiz), Neurodermitis, Heuschnupfen (Niesen, Nasenlaufen, Nasenjucken, Nasenverstopfung, Augenrötung, Tränenfluss), chronisch allergischem Schnupfen sowie unterstützend bei allergischem Asthma.

3 Wirkungsweise

Cetirizin wirkt, wie die anderen Antihistaminika der 2. Generation, über eine Blockade der H1-Rezeptoren (Histamin-Rezeptoren). Es wird daher auch als H1-Rezeptorblocker der 2. Generation bezeichnet. Dadurch wird verhindert, dass Histamin seine Wirkung an den Histaminrezeptoren entfalten kann.

Nach oraler Einnahme als Tablette setzt die Wirkung von Cetirizin innerhalb von etwa 1h ein. Die Wirkung hält mehrere Stunden an. Die Metabolisierung bzw. Ausscheidung erfolgt zu ca. 60% über die Niere (renal) und ca. 40% über die Leber (hepatisch).

4 Unerwünschte Wirkungen (UAW)

Im Vergleich zu den Antihistaminika der 1. Generation besetzen die Antihistaminika der 2. Generation ein etwas günstigeres Nebenwirkungsprofil. Sie haben den Vorteil, dass sie kaum ZNS-gängig sind, d.h. sie können die Blut-Hirn-Schranke kaum passieren. Antihistaminika der 1. Generation hatten diese Eigenschaft noch nicht und waren mit deutlich mehr sedierenden Nebenwirkungen (z. B. Müdigkeit) behaftet. Diese Nebenwirkungen treten bei Cetirizin in geringerem Umfang auf. Ca. 1% der Patienten verspüren Müdigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit und teilweise Mundtrockenheit. Als weitere mögliche UAW kann Cetirizin in sehr seltenen Fällen Herzrhythmusstörungen auslösen.

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