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Beckenboden

Englisch: pelvic floor

1 Definition

Als Beckenboden bezeichnet man die untere Begrenzung des Beckenkanals. Die anatomische Grundlage des Beckenbodens bildet die Beckenbodenmuskulatur (perineale Muskulatur).

2 Aufbau

Der Beckenboden wird von 2 Muskelplatten gebildet. Das Centrum tendineum in der Mitte des Beckenbodens ist eine sehnige Verbindung der perinealen Muskulatur und bildet den mechanischen Mittelpunkt des muskulären Beckenbodens.

2.1 Diaphragma pelvis

Das Diaphragma pelvis ist die innere Muskelschicht, die aus dem Musculus levator ani - bestehend aus Musculus puborectalis, Musculus pubococcygeus und Musculus iliococcygeus - und dem Musculus coccygeus besteht. Letzterer schließt hinten an den Musculus levator ani an und ist mit dem Ligamentum sacrospinale verwachsen. Die Muskeln dienen dem unteren Verschluss des Beckens und dem Heben bzw. Schließen des Anus.

Die medialen Fasern des Musculus levator ani bilden den Hiatus levatorius, durch welchen ventral die Urethra und dorsal das Rektum durchziehen. Bei der Frau zieht zusätzlich zwischen Rektum und Urethra noch die Vagina durch den Hiatus.

2.2 Diaphragma urogenitale

Das Diaphragma urogenitale ist die ca. 1 cm dicke Platte aus Muskeln und Bindegewebe zwischen den unteren Ästen des Os pubis (Rami ossis pubis inferiores) und dem Tuber ischiadicum. Es besteht aus folgenden Schichten:

Im Diaphragma urogenitale liegen beim Mann die Glandulae bulbourethrales (Cowper-Drüsen) und bei der Frau die Glandulae vestibulares majores (Bartholini-Drüsen). Das Diaphragma urogenitale wird beim Mann von der Harnröhre (Urethra), bei der Frau von der Harnröhre und der Scheide (Vagina) durchbrochen. Unter anderem enthält es den Musculus sphincter urethrae externus.

3 Funktion

Zu den Funktionen des Beckenbodens zählen:

4 Klinik

Der Beckenboden ist aufgrund seiner exponierten Lage am kaudalen Ende des Abdomens durch das Gewicht der Bauchorgane einer erhöhten biomechanischen Belastung ausgesetzt. Vor allem bei Frauen kommt es – ausgelöst durch die notwendige Dehnung des Beckenbodens bei vaginalen Geburten – zu einer sogenannten Beckenbodensenkung, die eine Absenkung der Organe im kleinen Becken nach sich zieht. Mögliche Folgen sind Gebärmuttersenkung (Descensus uteri) bzw. -vorfall (Prolaps uteri) sowie Zystozelen, Urethrozelen, Enterozelen oder Rektozelen.

Fachgebiete: Leibeswand

Diese Seite wurde zuletzt am 20. April 2022 um 01:20 Uhr bearbeitet.

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