Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Bauchpalpation

1 Definition

Als Bauchpalpation bezeichnet man die manuelle Untersuchung (Palpation) des Bauches im Rahmen einer körperlichen Untersuchung.

2 Vorgehen

Bei der Palpation des Bauches folgt man am besten einem festen Schema, um die Untersuchungszeit zu verkürzen und keine Befunde zu übersehen. Dabei teilt man den Bauch in Abschnitte ein, z.B. Ober-, Mittel- und Unterbauch oder auch vier Quadranten, um die Lokalisation der Befunde besser beschreiben zu können.

  • Die Hände sollten auf eine angenehme Temperatur gebracht werden, um die Untersuchung für den Patienten angenehmer zu gestalten.
  • Bei Patienten mit akuten Bauchbeschwerden geht man behutsam und einfühlsam vor, da die Angst des Patienten vor noch stärkeren Schmerzen eine weitere Untersuchung unmöglich machen kann.
  • Als Einstieg wählt man den Bauchbereich, der für den Patienten am wenigsten schmerzhaft ist. Davon ausgehend tastet man sich langsam an die druckdolenten Abschnitte heran.
  • Bei der Palpation sollten man auf die Mimik des Patienten achten, die evtl. durch die Untersuchung induzierte Schmerzen in der Regel zuverlässig anzeigt.

Im Rahmen der Palpation des Bauches können auch gezielt bestimmte Schmerzpunkte aufgesucht werden, die charakteristisch für bestimmte Erkrankungen sind (siehe: Appendizitiszeichen).

3 Befunde

Mit Hilfe der Bauchpalpation kann die Größe und Lage (Topografie) von Bauchorganen (z.B. Leber, Milz usw.) oder Raumforderungen (Tumoren, Aneurysmen) grob eingeschätzt werden. Mögliche Befunde sind zum Beispiel:

Wichtige Hinweise liefert die Druckschmerzhaftigkeit einzelner Bauchbereiche und das Vorhandensein einer generalisierten oder lokalisierten Abwehrspannung. Der vom Patienten geschilderte Schmerzcharakter (z.B. "dumpf", "brennend", "stechend") gibt zusätzliche Hinweise auf die eventuelle Schmerzursache. Eine Druckschmerzhaftigkeit im Oberbauch findet man unter anderem bei

4 Aussagekraft

Die Palpation hat als orientierende Untersuchung einen hohen Stellenwert, liefert aber - zusammen mit der Bauchperkussion und Bauchauskultation - in der Regel nur Verdachtsdiagnosen. Die weiterführende Diagnostik erfolgt mit bildgebenden (Sonografie, CT, MRT) oder endoskopischen Verfahren.

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