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Arteria saphena (Veterinärmedizin)

Synonym: A. saphena

1 Definition

Als Arteria saphena bezeichnet man einen Gefäßast der Arteria femoralis, der bei allen Haussäugetieren ausgebildet ist.

2 Anatomie

2.1 Verlauf

Am distalen Ende des Schenkelkanals zweigt die Arteria saphena von der Arteria femoralis ab. Im Anschluss durchbricht sie - zusammen mit der gleichnamigen Vene (Vena saphena medialis) sowie dem Nervus saphenus - die Faszie und läuft dann über die Ansatzsehne des Musculus gracilis hinweg in kaudodistaler Richtung.

Kurz darauf teilt sich die Arteria saphena in einen kranialen und kaudalen Ast. Diese Aufgabelung liegt bei der Katze distal des Musculus popliteus auf halber Oberschenkelhöhe, beim Hund im Ansatzbereich des Musculus gracilis. Beim Pferd teilt sich die Arteria saphena im Bereich der Ansatzsehne des Musculus semitendinosus.

Die Arteria saphena gibt während ihres gesamten Verlaufs einige Muskeläste an die Ansätze der medialen Oberschenkelmuskulatur ab. Ebenso entlässt sie Hautzweige für das Knie und den kranialen Unterschenkelbereich.

2.1.1 Ramus cranialis

Ein Ramus cranialis ist beim Wiederkäuer nicht ausgebildet. Bei den restlichen Haussäugetieren zieht er (bei der Katze und beim Pferd als feines Gefäß) in kraniodistaler Richtung medial über die Tibia. Er erreicht oberflächlich verlaufend auf der Beugeseite des Tarsalgelenks den dorsalen Metatarsalbereich. Beim Pferd endet dieser Ast schon vor dem Erreichen des Tarsalgelenks, sodass er nur beim Fleischfresser den Ursprung für die dorsalen gemeinsamen Zehenarterien (Arteriae digitales dorsales communes I-IV) bildet.

2.1.2 Ramus caudalis

Der Ramus caudalis tritt kurz nach seinem Abgang in subfasziale Lage und überquert in Venenbegleitung medial den Musculus flexor digitalis longus. Proximal des Tarsalgelenks legt sich der Ramus caudalis kraniomedial am Fersensehnenstrang dem Nervus tibialis an, mit dem er anschließend - gemeinsam mit einer Vene - das Sustentaculum tali überquert.

Beim Fleischfresser zweigt am Anfangsabschnitt des Ramus caudalis (bei der Katze oftmals auch aus dem Ramus cranialis) ein Gefäß ab, das auf halber Länge der Tibia zwischen dem Knochen und den Musculi flexor digitalis longus und tibialis caudalis laterodistal verläuft. Diese Arterie verbindet sich bei der Katze kaudal der Membrana interossea cruris mit dem die Membran durchbohrenden Ramus interosseus. Letzterer verläuft im Bereich des Tarsalgelenks zwischen der Arteria tibialis cranialis und dem distalen Ende der Arteria caudalis femoris distalis. Beim Hund findet dieses Gefäß plantar des Tarsalgelenks sein Ende und wird oftmals als Arteria fibularis bezeichnet.

Der Ramus caudalis entlässt während seines Verlaufs unterschiedliche Äste:

  • Rami malleolares mediales: fehlen dem Fleischfresser und Pferd; entspringen proximal vom Sprunggelenk
  • Rami calcanei: fehlen dem Pferd; bilden das Rete calcanei
  • Arteria plantaris lateralis: fehlt der Katze
  • Arteria plantaris medialis: fehlt der Katze
    • Ramus profundus: beteiligt sich an der Bildung des Arcus plantaris profundus, aus dem die Arteriae metatarseae plantares hervorgehen
    • Ramus superficialis: bildet zusammen mit dem oberflächlich weiter verlaufenden Ramus caudalis den Ausgang für die Arteriae digitales plantares

3 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, and Eugen Seiferle. Band III: Kreislaufsystem. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Parey, 2004.
  • Künzel, Wolfgang. Topographische Anatomie, Hochschülerschaft Veterinärmedizinische Universität (Hersausgeber), 3. Auflage. WS 2011/12

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