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Nervus saphenus (Veterinärmedizin)

Synonym: N. saphenus

1 Definition

Der Nervus saphenus ist ein gemischer Nerv an der Hintergliedmaße der Haussäugetiere.

2 Anatomie

Der Nervus femoralis ist der stärkste Nerv des Lendengeflechts (Plexus lumbalis). Nach seinem Ursprung zieht er zwischen dem Musculus psoas minor, sartorius und iliopsoas zur Lacuna musculorum. Noch bevor der Nervus femoralis durch die Muskelpforte an die Hintergliedmaße tritt, gibt er den Nervus saphenus ab.

2.1 Verlauf

Nachdem der Nervus saphenus aus dem Nervus femoralis hervorgegangen ist, verlässt er durch die Lacuna vasorum die Bauchhöhle. Im Anschluss zieht er zusammen mit der Arteria und Vena femoralis im Canalis femoralis nach distal.

Etwa in der Mitte der proximalen Hintergliedmaße kommt der Nervus saphenus, in Begleitung der Arteria und Vena saphena, an die Oberfläche. Dabei durchbohrt er die mediale Oberschenkelfaszie (Fascia femoris medialis), um tierartlich verschieden nach distal zu ziehen.

  • Hund und Pferd: Unter Abgabe mehrer Seitenzweige zieht der Nervus saphenus über die mediale Fläche der proximalen und distalen Hintergliedmaße, des Sprunggelenks und Hintermittelfußes bis zum 1. Zehengelenk.
  • Wiederkäuer und Schwein: Der Nervus saphenus zieht ebenfalls medialseitig über die Hintergliedmaße nach distal, um jedoch schon am Metatarsus zu enden.

Der Nervus saphenus wird nach dem Austritt aus dem Schenkelkanal zu einem reinen Hautnerven, der seine stärkeren Äste v.a. an die mediale Seite des Kniegelenks und der distalen Hintergliedmaße entlässt.

2.2 Äste

Während seines Verlaufs von proximal nach distal entlässt der Nervus saphenus mehrere Äste. Innerhalb des Schenkelkanals entlässt er motorische Zweige an:

Nach seinem Abgang aus dem Nervus femoralis entlässt der Nervus saphenus einen Zweig an den Gelenksack des Femoropatellar- sowie an den medialen Gelenksack des Femorotibialgelenk.

3 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, and Eugen Seiferle. Band IV: Nervensystem. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Parey, 2004.
  • Künzel, Wolfgang. Topographische Anatomie, Hochschülerschaft Veterinärmedizinische Universität (Hersausgeber), 3. Auflage. WS 2011/12

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