Effloreszenz: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[Pachydermie]]
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* [[Lichenifikation]]
* [[Lichenifikation]]
* [[Poikilodermie]]
* [[Erythrodermie]]


==Verwendung==
==Verwendung==

Version vom 15. Dezember 2019, 13:49 Uhr

von lateinisch: efflorescere - hervorblühen
Synonyme: Hauteffloreszenz, Morphe, Hautblüte (obsolet)
Englisch: efflorescence

Definition

Als Effloreszenz bezeichnet man eine pathologische Hautveränderung. Hierbei unterscheidet man nach dem Zeitpunkt ihres Auftretens zwischen Primär- und Sekundäreffloreszenzen.

Primäre Effloreszenzen

Primäre Effloreszenzen sind üblicherweise direkte Folgen der Erkrankung; die wichtigsten sind im Folgenden aufgeführt:

Sekundäre Effloreszenzen

Sekundäre Effloreszenzen sind spätere Entwicklungsstufen der Hautveränderung und entwickeln sich aus primären. Sie können aber auch durch Schädigung der Haut von außen (zum Beispiel Kratzen bei Juckreiz oder durch Infektion einer Läsion) entstehen. Im Folgenden finden sich typische Sekundäreffloreszenzen:

Weitere Effloreszenzen

Verwendung

Die klassische Dermatologie klassifiziert Hautkrankheiten in vielen Fällen primär nach ihrem klinischen Aspekt. Der Grund dafür ist, dass die sorgfältige Analyse einer morphologischen Veränderung der Haut in vielen Fällen eine Diagnose ohne zusätzliche Hilfsmittel, also nur durch Inspektion, erlaubt.

Die charakteristischen Effloreszenzen werden deshalb auch zur Benennung von Erkrankungsgruppen herangezogen. Erkrankungen, die mit einer Quaddelbildung einhergehen, werden z.B. als Urtikaria bezeichnet, blasenbildende Hautveränderungen als bullöse Dermatosen. Diese Nomenklatur hat Schwächen, da hinter einer bestimmten Hautveränderung ätiologisch sehr unterschiedliche Pathologien stecken können. Durch die zunehmende Verwendung immunhistochemischer und molekularbiologischer Diagnoseverfahren rückt die Dermatologie von der rein deskriptiven Einordnung ab.

Exanthem

Treten Hauteffloreszenzen großflächig auf, bezeichnet man sie in ihrer Gesamtheit als Exanthem. Die Einzeleffloreszenzen dienen dann der genaueren Benennung des Exanthems. Ein makulopapulöses Exanthem setzt sich aus Flecken und Knötchen zusammen. Ähnelt ein Exanthem dem Hautbefund einer bestimmten Erkrankung, wird es nach ihr benannt. So spricht man z.B. von morbilliformen oder scarlatiniformen Exanthemen.