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Pustel

(Weitergeleitet von Pustula)

von lateinisch: pus - Eiter
Synonyme: Pustula, Eiterbläschen, Wimmerl (bay.), Pickel (ugs.)
Englisch: pustule, pimple

1 Definition

Eine Pustel ist ein mit Eiter (Pus) gefülltes, rundliches Bläschen (Vesikel), das halbkugelig bis flach erhaben ist. Eine Sonderform stellen subkorneale Pusteln dar, die sternförmig auslaufen können. Die Pustel zählt zu den primären Effloreszenzen.

2 Histologie

Die Pustel stellt sich mikroskopisch als kleine intra- oder subepidermale Gewebsnekrose mit zentraler Einschmelzung dar. Im Zentrum befinden sich untergegangene Epithelzellen, Hornlamellen und zahlreiche neurophile Granulozyten. Der Randbereich ist als Ausdruck einer Entzündungsreaktion ebenfalls durch eine granulozytäre Infiltration gekennzeichnet. Meist treten sie an Haarfollikeln, d.h. als follikuläre Pusteln auf.

3 Mikrobiologie

Der Inhalt einer Pustel kann Bakterien enthalten, aber auch keimfrei sein. Die Erreger können ggf. durch einen Abstrich mit anschließender Kultivierung identifiziert werden.

4 Vorkommen

Pusteln kommen bei einer Vielzahl verschiedener Hauterkrankungen sowie Systemerkrankungen vor, z.B. bei

5 Therapie

Die Therapie ist abhängig von der Ursache. Triviale Pusteln bilden sich meist innerhalb weniger Tage unter Entwicklung einer Kruste zurück.

6 Medizingeschichte

Aus der klassischen Medizin stammt der lateinische Satz: "Vesicula, quae pus fert est pustula.", zu deutsch: "Ein Bläschen, das Eiter trägt, ist eine Pustel."

Tags:

Fachgebiete: Dermatologie, Terminologie

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