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Neonatale zephale Pustulose

Synonym: Pityrosporumfollikulitis des Säuglings

1 Definition

Die neonatale zephale Pustulose ist eine Hauterkrankung des Neugeborenen, die durch den Hefepilz Malassezia furfur hervorgerufen wird.

2 Ursache

Malassezia furfur ist ein Saprophyt, der Bestandteil der normalen Hautflora des Erwachsenen ist. Die Erreger werden durch intensiven Hautkontakt (z.B. beim Stillen) von der Mutter auf das Kind übertragen. Die Anregung der Talgproduktion des Säuglings durch Androgene in der Muttermilch erleichtert die Ansiedelung der lipophilen Hefen.

3 Epidemiologie

Es handelt sich um eine sehr häufige Erkrankung. Die Hefe lässt sich in der 3. Lebenswoche bei bis zu 50% der Neugeborenen nachweisen. Etwa 75% der betroffenen Kinder entwickeln daraufhin eine Hautreaktion mit unterschiedlicher Ausprägung.[1]

4 Symptome

In seborrhoischen Zonen des Gesichts (Nasolabialfalte, Augenlider, Wangen) sowie an der behaarten Kopfhaut und im Nacken entstehen gerötete Papeln und feine, gelbliche Pusteln.

5 Diagnostik

Der Erregernachweis erfolgt aus dem Haut- bzw. Pustelabstrich in der Hellfeldmikroskopie. Typisch ist ein "Spaghetti and Meatballs"-Bild mit Pilzmyzelien und Mikrokonidien.[2]

6 Differentialdiagnose

7 Therapie

Eine Therapie ist in der Regel nicht erforderlich, da die Erkrankung selbstlimitierend verläuft. Ggf. Behandlung mit Ketoconazol-haltigen Cremes oder Waschlotionen.

8 Quellen

  1. Altmeyers Enzyklopädie: Pityrosporumfollikulitis des Säuglings, abgerufen am 2.11.2017
  2. Traupe, Heiko, Hamm, Henning: Pädiatrische Dermatologie, 2006, S. 15

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