MIBG-Szintigraphie: Unterschied zwischen den Versionen

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==Definition==
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Die '''MIBG-Szintigraphie''' ist eine [[nuklearmedizin]]ische Untersuchung, die [[noradrenerg]]e Gewebe darstellt und vor allem zum Nachweis [[neuroendokrin]]er bzw. [[neuroektodermal]]er Tumoren eingesetzt wird.
Die '''MIBG-Szintigraphie''' ist eine [[nuklearmedizin]]ische Untersuchung, die [[noradrenerg]]e Gewebe darstellt und vor allem zum Nachweis [[neuroendokrin]]er bzw. [[neuroektodermal]]er Tumoren eingesetzt wird.


==Verfahren==
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==Nebenwirkungen==
==Nebenwirkungen==
Als [[Nebenwirkung]]en der Untersuchung können allergische Reaktionen sowie [[Tachykardie]], [[Palpitation]]en und ein vorübergehender [[Blutdruck]]anstieg auftreten. Desweiteren werden gelegentlich [[Übelkeit]], [[Erbrechen]], [[Diarrhoe]]n und Bauchkrämpfe beobachtet.
Als [[Nebenwirkung]]en der Untersuchung können allergische Reaktionen sowie [[Tachykardie]], [[Palpitation]]en und ein vorübergehender [[Blutdruck]]anstieg auftreten. Des Weiteren werden gelegentlich [[Übelkeit]], [[Erbrechen]], [[Diarrhoe]]n und Bauchkrämpfe beobachtet.
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[[Fachgebiet:Nuklearmedizin]]
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[[Tag:Phäochromozytom]]
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[[Tag:Tumor]]
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Aktuelle Version vom 30. September 2024, 00:35 Uhr

Synonyme: MIBG-Scan, Metaiodbenzylguanidin-Szintigraphie
Englisch: MIBG-scan

Definition

Die MIBG-Szintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, die noradrenerge Gewebe darstellt und vor allem zum Nachweis neuroendokriner bzw. neuroektodermaler Tumoren eingesetzt wird.

Verfahren

Metaiodbenzylguanidin ist eine organische Verbindung, die strukturell mit Noradrenalin verwandt ist. Sie wird in neuroendokrine Zellen aufgenommen und in neurosekretorischen Granula gespeichert. Die Substanz wurde in den frühen 1980er Jahren entwickelt, um Tumoren des Nebennierenmarks sichtbar zu machen. Dazu markiert man MIBG mit radioaktivem Iod-131 oder Iod-123, das von einer Gammakamera erfasst werden kann. 131I-MIBG wird in der Regel intravenös, seltener auch inhalativ oder per os angewendet.

Voraussetzungen für die Durchführung einer MIBG-Szintigraphie sind:

Indikation

In der Onkologie wird die MIBG-Szintigraphie zur Lokalisation, zum Staging und zur Verlaufskontrolle folgender Tumoren eingesetzt:

131I-MIBG kann in höherer Dosierung auch zur Behandlung dieser Tumoren eingesetzt werden. In diesem Fall spricht man von einer MIBG-Therapie.

Außerhalb der Onkologie kann die MIBG-Szintigraphie herangezogen werden, um die sympathische Innervation bestimmter Organe zu überprüfen (z.B. Herz, Speicheldrüsen) oder die Funktion des Nebennierenmarks zu testen.

Nebenwirkungen

Als Nebenwirkungen der Untersuchung können allergische Reaktionen sowie Tachykardie, Palpitationen und ein vorübergehender Blutdruckanstieg auftreten. Des Weiteren werden gelegentlich Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoen und Bauchkrämpfe beobachtet.