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Very Low Density Lipoprotein

(Weitergeleitet von VLDL-Cholesterin)

Synonym: VLDL

1 Definition

Unter Very Low Density Lipoprotein oder kurz VLDL versteht man eine Gruppe von Lipoproteinen, die dem Transport von Triacylglyceriden, Phospholipiden und Cholesterin von der Leber zu extrahepatischen Geweben dienen.

2 Entstehung

VLDL werden in der Leber synthetisiert, wenn mit der Nahrung mehr Fette und Kohlenhydrate aufgenommen werden, als in der Leber als Brennstoffe benötigt werden.

Triacylglyceride und auch in Triacylglyceride verwandelte Glucose werden zusammen mit Phospholipiden, Cholesterol und den Apolipoproteinen ApoB-100, ApoD und ApoE zu VLDL verpackt und an das Blut abgegeben.

Im Blut erhalten sie vom High Density Lipoprotein (HDL) ApoC und ApoE. Das ApoC dient der Aktivierung der Lipoproteinlipase, welche sich im Endothel von Kapillaren im Fettgewebe, im Herzen oder auch in der Skelettmuskulatur befindet.

Die Lipoproteinlipase spaltet die Triacylglyceride zu freien Fettsäuren, die von den o.g. Geweben als Energielieferant genutzt oder als Triacylglyceride gespeichert werden können.

Die dabei entstehenden VLDL-Reste geben ihr Cholesterin an Prä-β-HDL ab und werden über Intermediate Density Lipoproteine (IDL) in Low Density Lipoprotein (LDL) umgewandelt.

3 Eigenschaften

Die VLDL besitzen eine größere Dichte als Chylomikronen (bis zu 1,006g/ml) und auch ihr Gehalt an Proteinen ist größer als der der Chylomikronen.

Fachgebiete: Biochemie

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