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Treosulfan

Handelsnamen: Ovastat®, Trecondi®

1 Definition

Treosulfan ist ein Arzneistoff, der zu der Gruppe der Alkylantien mit antineoplastischer Wirkung zählt.

2 Chemie

Bei Treosulfan handelt es sich um (2S,3S)-2,3-Dihydroxy-1,4-butandiyl-dimethansulfonat. Die Summenformel lautet C6H14O8S2; die molare Masse beträgt 278,3 g/mol.

3 Wirkmechanismus

Treosulfan ist ein Prodrug eines bifunktionellen Alkylans und wirkt zytotoxisch. Durch nukleophile Substitution (SN2-Mechanismus) der Sulfonsäuregruppen von Treosulfan entsteht das reaktive Zwischenprodukt 1-Diepoxybutan. Dieses Molekül reagiert primär mit dem N(7)-Atom des Guanins und induziert so Quervernetzung der DNA und damit den Zelltod.

4 Indikation

Treosulfan wird als Monotherapie oder in der Kombination mit anderen antineoplastischen Substanzen zur palliativen Therapie epithelialer Ovarialkarzinome der FIGO-Stadien II bis IV verwendet.

Weiterhin wird es eingesetzt in Kombination mit Fludarabin im Rahmen einer Konditionierungstherapie vor einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (allo-HSCT). Angewendet wird es bei:

  • Erwachsenen mit malignen und nicht-malignen Erkrankungen
  • Kindern und Jugendlichen ab dem ersten Lebensmonat mit malignen Erkrankungen

5 Nebenwirkungen

Treosulfan kann zu folgenden sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen führen:

6 Kontraindikationen

Die Anwendung von Treosulfan ist kontraindiziert bei:

7 Darreichungsformen

Diese Seite wurde zuletzt am 5. November 2019 um 10:28 Uhr bearbeitet.

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