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Nervus nasociliaris (Veterinärmedizin)

Synonym: N. nasociliaris
Englisch: nasociliar nerve

1 Definition

Der Nervus nasociliaris ist der stärkste Ast des Nervus ophthalmicus (V1) beim Haussäugetier.

2 Anatomie

Der Nervus ophthalmicus teilt sich noch innerhalb der Schädelhöhle in seine drei Endäste, die Nervi frontalis, lacrimalis und nasociliaris auf. Anschließend treten sie durch die Fissura orbitalis (Fleischfresser, Pferd) bzw. das Foramen orbitorotundum (Wiederkäuer, Schwein) an die Oberfläche.

2.1 Verlauf

Der Nervus nasociliaris ist der stärkste Nervenast des Nervus ophthalmicus und liegt anfangs lateral des Nervus opticus. Im weiteren Verlauf zieht er über diesen hinweg zwischen den Bündeln des Musculus retractor bulbi hindurch zur medialen Orbitawand. In diesem Bereich teilt er sich in seine zwei Endäste, in den

Zusätzlich entlässt der Nervus nasociliaris vor seiner Endaufteilung die

2.2 Innervation

Noch bevor sich der Nervus nasociliaris aufteilt, zweigen (ein oder) mehrere Nervi ciliares longi ab, die als zarte Nerven mit dem Nervus oculomotorius und dem Nervus opticus zur Hinterfläche des Augapfels ziehen. Dort durchbohren sie - gemeinsam mit den Nervi ciliares breves - die Sklera in der Nähe des Sehnervenaustritts. Ihre Fasern verlaufen dabei zwischen der Choroidea und der Sklera (oftmals unter Netzbildung) bis zum Irisrand und geben dabei besonders zarte Fäden an die Iris, den Musculus ciliaris und die Kornea ab.

In seinem Anfangsabschnitt zweigt vom Nervus nasociliaris die Radix sensibilis des Ganglion ciliare bzw. der Ramus communicans cum ganglio ciliari ab, der diesem parasympathischen Ganglion des Nervus oculomotorius sensible Fasern zuführt. Diese Fasern durchlaufen jedoch nur das Ganglion, um dann als sensible Anteile der Nervi ciliares breves dem Nervus opticus entlang zum Augapfel zu folgen.

3 Literatur

  • Nickel, Richard, Schummer, August, Seiferle, Eugen. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere, Band IV: Nervensystem. Parey Verlag, 2003.

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