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Carmellose

(Weitergeleitet von Natriumcarboxymethylcellulose)

Handelsnamen: Celluvisc u.a.
Synonyme: Carboxymethylcellulose, E466 u.a.
Englisch: Carmellose

1 Definition

Carmellose bzw. Carboxymethylcellulose ist ein Derivat der Zellulose und wird u.a. als Filmbildner bzw. Gelbildner verwendet.

2 Eigenschaften

Carboxymethylcellulose gehört zur Gruppe der Carboxymethylether. Sie kann als Natrium- oder Calciumsalz vorliegen. Die Eigenschaften der Substanz sind wesentlich von der Molekülgröße abhängig. Sie wird u.a. als Trägerstoff, Verdickungsmittel und Überzugsmittel verwendet. Als Emulgator verhindert sie das unkontrollierte Verklumpen von Stoffen.

Carboxymethylcellulose ist in der Lebensmittelproduktion ohne Höchstmengenbeschränkung zugelassen. Davon ausgenommen sind nur unbehandelte Lebensmittel und Lebensmittel, die nicht durch Zusatzstoffe verändert werden sollen.

3 Pharmazeutische Verwendung

Carmellose ist ein wichtiger Hilfsstoff und dient z.B. als Gelbildner in halbfesten Zubereitungen oder als Filmbildner bei überzogenen Tabletten.

Nicht zu verwechseln ist Carmellose mit ihrem stark verzweigten Derivat Croscarmellose. Diese dient bei der Tablettenproduktion aufgrund ihrer quellenden Eigenschaften als Zerfallsmittel.

4 Medizinische Verwendung

Carmellose wird als Arzneistoff in Form von Augentropfen bei Augenerkrankungen (z.B. leichte Augenreizung oder trockenes Auge) eingesetzt. Darüber hinaus ist die Substanz bei Behandlung der Xerostomie bedingt durch beispielsweise eine Speicheldrüsenentzündung sowie Entzündungen des Mund- und Rachenraums indiziert. Sie wird in Form von Mundsprays oder Kautabletten appliziert. Eine weitere Indikation stellt die Anwendung als Diät-Unterstützungsmittel bei der Behandlung der Adipositas dar.

5 Wirkmechanismus

Durch seine Wasserbindungseigenschaften hält Carmellose die Augenoberfläche und die Mundschleimhaut feucht. Der Effekt als Abmagerungmittel beruht darauf, dass das Arzneimittel im Magen aufquillt und über die hier vorhandenen Mechanorezeptoren ein Sättigungsgefühl hervorruft.

6 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

7 Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff (selten)
  • Kinder auf Grund mangelnder Untersuchungen

Tags:

Fachgebiete: Arzneimittel

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Mai 2022 um 08:06 Uhr bearbeitet.

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