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Lebertoxin

Synonyme: Lebergift, Hepatotoxin

Lebertoxine sind hepatotoxische Substanzen, welche Schädigungen der Leberepithelzelle bis zur Nekrose oder Leberdystrophie verursachen können. Es werden obligate und fakultative Lebertoxine unterschieden.

Obligate Lebertoxine schädigen die Leber jedes Individuums abhängig von der Dosis immer auf der gleichen Weise.
Zu den obligaten Lebergiften werden beispielsweise Phosphor, Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform, Aflatoxine, Arsen und die Gifte des Knollenblätterpilzes gezählt. Bei ausreichend langer Exposition in ausreichend hoher Dosis wirken auch Ethanol, bestimmte Zytostatika, Phenothiazine und Ovulationshemmer hepatotoxisch.

Fakultative Lebertoxine führen nur bei wenigen Individuen zur Schädigung der Leber und die Art der Schädigung ist nicht immer gleich.
Ursachen der Leberschädigung durch ein fakultatives Toxin können eine Sensibilisierung gegen ein bestimmtes Antigen oder genetisch bedingte Enzymdefekte sein, die entweder zu vermehrtem Auftreten toxischer Metabolite oder einem verminderten Abbau primär giftiger Substanzen führen.

Fachgebiete: Toxikologie

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